Dienstag, 16. Oktober 2007

mit männern hatte hanna immer pech….

sie verehrte david bowie und ihre jugendliebe sah ihm verdammt ähnlich. das alleine reichte nicht, um sie glücklich sein zu lassen miteinander und es entspann sich eine siebenjährige geschichte aus innigkeit und trennungen. es war schwer für sie, herauszufinden, wann die letzte trennung auch die wirklich letzte sei.

einige jahre affärte hanna herum in der hoffnung, wieder auf innigkeit zu treffen. aber ausser herzklopfen und verwirrung fand sie nichts. bis ihr eines tages olaf begegnete. groß und schlank und blond und androgyn war er, so wie einst ihre jugendliebe. sie verliebten sich und er stellte sie nach einigen monaten seinen eltern vor. die allerdings waren kalt und abweisend. hanna war einfach zu alt für ihren sohn, der gerade sein betriebswirtschaftsstudium abgeschlossen hatte. immerhin war sie ein jahr älter wie er und stand schon im beruf.

für ihren sohn hatten sie sich eine junge studentin der rechtswissenschaften vorgestellt, am besten aus dem gleichen noblen vorort wie sie selbst und mit einer weniger bodenständigen familie im hintergrund wie es die von hanna zu sein schien.

olaf knickte ein. nicht offensichtlich sondern leise und langsam. er wurde einsilbig und litt unter zeitknappheit, sagte den urlaub ab und schützte arbeit vor. aber hanna hat ein gutes gespür und litt leise vor sich hin, bis sie ihn eines tages zur rede stellte. er bog sich nach link und bog sich nach rechts und schließlich fiel er um und sprach davon, dass es ja möglich sei freunde zu bleiben.

hanna litt und wurde krank. sie schrammte am rande des abgrunds entlang und kletterte eines tages aus ihrer asche wie ein kleiner vogel wieder heraus. sie begann eine fortbildung, sortierte ihren job neu und lachte wieder ihr herzerfrischendes lachen. in der von ihr besuchten weiterbildung fand sie völlig unerwartet mark.
mark war nicht blond sondern dunkelhaarig, er war nicht groß sondern klein, nicht schlank sondern dick und nicht androgyn sondern ein richtiger kerl.

er zauderte nicht lang und zog bei hanna ein, sie kochten abends und tranken roten wein. hanna zauderte auch nicht lange und gab seinem wunsch nach einer heirat nach. sie glühte, sie strahlte, sie sonnte sich in seiner liebe und er sich in ihrer. die sache zwischen ihnen war wie in den romanen, der große bigbang, der urknall, liebe, passung, whatever.

nun, zehn jahre später trägt er sie. sie hat sich in seine arme gleiten lassen als ein jahr nach der hochzeit ihre krankheit wieder zuschlug.
sie wiegt kaum noch etwas und japst nach luft. mark hält sie, füttert sie, versorgt sie mit dem telefonhörer, stellt den rollstuhl bereit und geht nicht mehr aus dem haus. vor einem jahr hatte mark einen schlimmen herzinfarkt. aber dem konnte er nicht nachgeben, weil er ja hanna auf händen tragen will.

und überhaupt....

Hunde, sind unsere Verbindung zum Paradies. Mit einem Hund an einem herrlichen Nachmittag an einem Hang zu sitzen kommt dem Garten Eden gleich, wo Nichtstun nicht Langweile war - sondern Frieden. (Milan Kundera)

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