stenogramm

Mittwoch, 22. Juli 2009

Freitagsgefühl....

auch wenn erst Dienstag ist - angeblich.
aber ich fühl mich freitäglich.
weil alle Rhythmen durcheinander sind.
Spät rein, früh raus.
Zehn Tage Fräulein entbehrt - mit Männern kann man ja wenigstens telefonieren.
Skyline - aus allen vier Richtungen angefahren und in alle vier Himmel verlassen.
Wosten, Snüden, Orden, Esten.
Heimatrituale mit Mutters Essen und vierfachem Salto vom Fräulein beim Abholen.
Festgestellt, dass sich Höflichkeit auszahlt: lässt du kleine Familie in Ruhe über die Straße gehen, zeigen sie Dir in der nächsten Rettungswagen-Sackgasse eine geheime illegale Durchfahrt und Du sparst mindestens eine Stunde Wartezeit.
Festgestellt, dass ich Frauen in Männerkleidern sehr schön und konsequent finde. Besonders, wenn es sich um Bankerinnen in Männeranzügen handelt und sie den damischen Hosenanzugschnickischnacki gleich konsequent übergehen und in der Herrenabteilung einkaufen.
Der Mann an der Supermarktkasse trug den dezenten Namen "Oho" ...aha... denk ich mir und bin ganz verwirrt.
Hund schnarcht, Mann ist 300 km weiter oben auch schon längst umgefallen....
nur ich, ich hab Freitag heut.

Sonntag, 5. Juli 2009

Socken....

im Sommer und im Herbst und im Frühling finde ich wirklich schlimm. Besonders schlimm finde ich natürlich die in den Männersandalen, und auch die durchsichtigen Söckchen, die ältere Damen und Asiatinnen im Sommer in ihr Schuhwerk packen, finde ich gruselig.
Aber seit ich heute Schuhe kaufen wollte, bin ich ein echter Fan der überall ausliegenden Probiersöckchen.
Ein wesentlicher Nachteil des Sommers ist, dass unendlich schweißtriefende Weiber ihre verschwitzen und nackten Füße in die Schuhe stecken, die ich gerade überlegte anzuprobieren. Natürlich hatte ich mich, barfüssig im Schuh, mit frischen Probiersöckchen ausgestattet. Ich bin wirklich keine Sauberfrau. Mein Heim sieht übel aus, der Hund wälzt sich in Fuchslosung und ich verqualme jeden Ort, an dem ich mich aufhalte. Als Schuhverkäuferin jedoch wäre ich eine Hyäne, die jeder schweißfußigen Trulla die Leviten lesen würde. Eigenhändig würde ich vor ihren schweißglänzenden Nasen mit den Probiersöckchen wedeln und sie vor die Wahl stellen: rein in die Socken oder raus aus dem Laden.
Ich verstehe die Ekelgrenzen moderner Menschen nicht. Also ich verstehe, dass die Verbotsschilder an den Mainwiesen die Hunde davon abhalten sollen, dort herum zu pullern, wo andere sich Sonnen möchten. Aber macht es den Sonnenanbetern gar nichts aus, in den Ausscheidungen der Hasen, der Enten, der Tauben und der Leute herum zu Liegen, die zu Hause kein Klo haben. Nee echt….
Und ich verstehe auch, dass N*vea als kleine Aufmerksamkeit in der Fußgängerzone Sonnencreme verteilt. Aber muss einer wirklich bei 30 Grad Popcorn verkaufen und wozu benötigen die Japanerinnen einen Sonnenschirm, wenn sie eh im Schatten der Wände laufen?
In knapp vier Stunden stehen die Eisenmänner am See und warten auf den Startschuß. Ob sie wohl gut schlafen? Zu diesem alljährlichen frankfurter Ritual gehört auch das Pfeiffkonzert, wenn der hessische MP Roko auf dem Römer auftaucht. Leider werde ich es nicht miterleben, denn dann bin ich schon auf dem Weg in ein Hotel, das die weltbesten Maultaschen selbst herstellt. Ich bin ein glücklicher Mensch und rücksichtsvoll bin ich auch – drum hab ich ja auch Probiersöckchen benutzt.

Freitag, 3. Juli 2009

crazy....

drei herbe tage in schwülstem süden.
das fräulein hat ihre erste jobreise gut überstanden und während des seminars alleine im hotelzimmer ausgeharrt.
lediglich unterbrochen von einigen pullerminuten.
mein tag heute dauert jetzt schon über zwanzig stunden.
hase gesehen.
von ringelnatter erzählt bekommen.
pegnitzgespräche und hund gebadet.
fuchs das leben gerettet (durch vollbremsung)
die stadt kühlt nicht ab und nachts um zwei tummelt sich das volk am mainufer.
junge männer in jungen bmw's hören peter fox ganz laut.
müdigkeit wird mein dauerzustand.
aber schlafen kann ich noch nicht.

und überhaupt....

Hunde, sind unsere Verbindung zum Paradies. Mit einem Hund an einem herrlichen Nachmittag an einem Hang zu sitzen kommt dem Garten Eden gleich, wo Nichtstun nicht Langweile war - sondern Frieden. (Milan Kundera) Yahoo! Avatare

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