Donnerstag, 7. Januar 2010

als ich auf dem Zahnfleisch....

aus der Buisenesswelt ins heimelige Bielefeld gekrochen kam, da so Anfang Dezember, da habe ich alles hinter mir gelassen und mich in die Gummistiefel geworfen und das wilde Wintermärchen genossen.
Nun sind die Koffer gepackt und morgen geht's zurück und auch voran in ein Jahr, das für mich sicher kein leichtes wird.
Bereits am Montag habe ich ein Meeting mit Kunden, die auf neue Ideen gespannt sind. Das bin ich ehrlich gesagt auch, denn mein Kopf ist voll Schnee und Walzer und ich weiß gerade noch so in etwa wie man "Ideen" schreibt, mehr aber auch nicht.
Von Dienstag bis Donnerstag werde ich im wilden Osten mein Unwesen treiben und ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie es weiter gehen wird....
passe ich noch ins Kostüm?
passt mir noch das Kostüm?
was passt mir überhaupt?
Wäre ich verbeamtet, so nähme ich mir ein Sabbatjahr.
Aber ich habe die letzten zwanzig Jahre die Selbständigkeit gewählt, mit vollem Risiko, vollen Möglichkeiten und das ist auch gut so.
Ein bisschen bin ich auch fett, faul und satt geworden in diesen letzten Jahren und das Universum meint, das bekäme mir nicht. stimmt auch.
Es wird Zeit, über vieles nach zudenken, vieles neu anzudenken... zumindest beruflich.
Und auch dieses Blögchen.... es passt mir gerade nicht so recht... so ein Sammelsurium aus Privatem, Hündischen, Politgemaule und gelegentlich mal eine Geschichte. Ein "Kaleidoskop" um es höflich auszudrücken, ein irgendwie dämliches "Sammelsurium", um es mal deutlich zu sagen. Aber es war und ist meine Spielwiese.
Und auch dies schon wieder ein Text, der hier eigentlich nicht hingehört.
Mein persönliches Zeichen für dieses Jahr wird wohl das Fragezeichen werden.
Nur schön, dass sich das wildverschneite Bifi mit fünf Rehen auf der Wiese von mir verabschiedet.

Dienstag, 5. Januar 2010

weniger ist mehr....

sagt das neue jahr zu mir.
weniger arbeit..... d.h. mehr zeit zum denken und laufen
weniger essen......d.h. mehr attraktivität
weniger trinken....d.h. mehr glückliche leber
weniger rauchen...d.h. mehr gutes zahnfleisch
... auf dem bin ich ja eh gegangen, am ende des jahres, nach mehr als hundert tagen reiserei und zum gehen ist das zahnfleisch eh nicht gedacht.
weniger ärgern....d.h. mehr gute laune
weniger benehmen.... d.h. mehr ich selbst sein...
und darum gab es heute ein paar schwarze nudeln
mit trüffelbutter
und groben parmesan.
am abend wird gehungert, aber nur nach noch mehr leben, so wie ich es für richtig halte.

Montag, 4. Januar 2010

irgendwie.....

hat diese jahresendparty bis gestern abend gedauert.
seitdem schaue ich durch die verschneite welt und frage mich, ob die ganzen herzensüberraschungen überhaupt wahr sind?
sinnlos, das hier in einen längeren beitrag bringen zu wollen.
ich war die letzten zwei wochen einfach umgeben von herzensmenschen, sektgeperle, walzer im schnee und überraschungen, die ich nie für möglich gehalten hätte.
das alte jahr hat mir ein fulminantes ende bereitet und so blicke ich schon wieder etwas weniger sorgenvoll in das kommende.
es wird spannend und ich wünsche euch da draussen, das es ein wunderbares 2010 wird, ein kicherndes und glucksendes, ein glückliches und gesundes und reich soll es werden woran auch immer.

Donnerstag, 24. Dezember 2009

so.... jetzt aber.....

es ist Ruhe eingekehrt und ich wünsche Euch ein schönes und liebevolles Weihnachtsfest...... voll warmer Herzen, Freude und Lachen

santa2

theoretisch....

ist jetzt irgendwo auf dem anderen rechner ein foto, dass ich jetzt zum weihnachtstg posten wollte..... blöderweise bin ich am anderen rechner im u-tube hängengeblieben und zwar dort.....



nach dem aufstehen werde ich sicher den anderen pc anschmeissen und ein korrektes weihnachtsposting einstellen.
aber jetzt nicht.
+headbangend..... ro*

Freitag, 18. Dezember 2009

heute waren wir heiraten....

also nicht wir....
aber wir mit....
und gut vorbereitet mit hochzeitstorte



die trauzeugen fanden es etwas kühl

schneehase4

.... und natürlich wurde standesgemäß in weiß geheiratet

scheelachs

sekt, lachs und schnittchen schmecken auch mit schneegarnitur ganz wunderbar.

Montag, 14. Dezember 2009

hanoi....

sagt der schwabe ganz verwirrt, der mit einer langstieligen bürste im frankfurter kunsthandwerkerweihnachtsmarkt gelandet ist, als ihn die schmuckdesignerin fragt, ob dies für eine skulptur sei.
so etwas habe sie noch nie gesehen und sei ganz gespannt, was er damit herstellen würde.
er schaut sie verwirrt an und fängt eine lange erklärung an.
von seinem garten mit der teilüberdachung aus irgendeinem polyäsowiesodingens mit doppelböden und kanälen drin.
die schmuckdesignerin schaut verzückt und irritiert und behält sich etwas neugier. fragend blickt sie ihn an.
hanoi.... sagt der schwabe.... und das er damit nichts herstelle und skulpturen auch nicht könne. aber saubermachen der kanäle im doppelpolysowieso.... weil das jährlich vermoost.
die schmuckdesignerin wendet sich wieder dem flirtenden maler von gegenüber zu, während ich da am nebenstand rumstehe und einen entschluss fasse:
ich werde schaukästen bauen.
einfach, weil mir dieser gedanke seit jahren immer mal wieder kommt und schaukästen bauen, das kann auch jemand mit zwei linken händen. in meinem kopf sind eh schon viele fertig.
aber ich habe sie vergessen.
und während ich auf zwei wunderbare hölzerne kästen schaue, die ich mir leider eh nicht leisten kann, und für die mich jeder besucher vermutlich eh einweisen lassen würde, tauchen meine alten ideen wieder auf.
das sinnlos gegenständliche mit tieferen fremdassoziationen hat mich schon immer gereizt.
*zieht sich feixend in ihre werkstatt zurück*

Samstag, 12. Dezember 2009

home sweet home....

kann ich glücklicherweise fast überall sagen.
ich fühle mich in hotels eigentlich sauwohl und sofort nach dem koffer-ins-eck-werfen fühle ich mich zu hause.
wenn ich dann wieder in bankfurt lande, geht ein tiefer seufzer durch mich und ich blicke auf den fluss und die coolen großstadtneurotiker. und wenn ich dann wieder in bifi lande, atme ich tief die teutogrüne luft ein, rufe die hundefreundinnen an und geniesse das kleinstadtleben mit den kleinen karos.
und sollte ich jemals über eine weitere heimat nachdenken, könnte ich mich in bestimmten regionen südfrankreichs, der toskana und rund um vienna auch ganz zu hause fühlen.
so gesehen.... alles prima.
auch mein jahreshoroskop für 2010 ist ganz prima.
die tagesbilanz kann sich ebenso sehen lassen:
mindestens 20 fasane und rebhühner aufgescheucht
eine herde schafe beglotzt
einer ausgebuddelten maus bei ihrer flucht zugeschaut, am maul des fräuleins vorbei unter ihrem bauch durch
gelacht und die maus zum neuen leben beglückwünscht
des hundefräuleins wilde hatz mit zwei rießen freudvoll beobachtet
ballernde rehjäger verflucht
dem fräulein einen wildereiurlaub in südspanien versprochen
...
den müll:
ein kunde im bürokratiewahn, die nicht funktionierende homepage, meine kalten füße, die trüben wolken in meinem hirn....
den ignorier ich jetzt einfach und tu so, als würde bald sommer.
...
ich bin wintermüde und doch geht mir dieser ganze weihnachtskübel völlig am gut ausgeprägten hinterteil vorbei. bei weihnachtsmusik wird mir übel (vor dem 24.12.), lichterketten und fensterbeleuchtungen machen mir pickel, auf dominosteine kriege ich brechreiz und schwadronierende kollegengrüppchen am weihnachtsmarkt lassen mich von einsamen südseeinseln träumen.
nein, weihnachten ist nicht mein ding.
sylvester schon eher. da kommt was neues, hoffentlich wildes, da gehts voran, neue türchen mit unbekanntem hintergrund werden geöffnet und frühlingsträume erwachen, hoffnungen keimen, gute vorsätze schlagen wurzeln und tanzbeine schlagen aus.
...
ich bin soooooooooooooooo unbesinnlich.

Montag, 7. Dezember 2009

Herzstillstand....

gestrig auf dem hochumzäunten Gelände, wo wir Sonntags zum Windhundfreilauf hinfahren. Vier Hunde, meiner natürlich dabei, hetzten einen fünften über das Gelände.
Der droht sich im Zaun zu verfangen, als wir plötzlich bemerken, dass die Tür sperrangelweit offen steht.
Alle fünfe zielsicher raus durch die Tür, Richtung Wald und Autobahn davon gerast.....
Herzstillstand.
Nach ewigen drei Minuten drehen die Viecher irritiert um... "huch... wir sind ja draussen".... und rasen zurück ins Gelände. Ich schmeisse das Tor wieder zu und fange an zu bibbern.
Gott-sei-Dank.

und überhaupt....

Hunde, sind unsere Verbindung zum Paradies. Mit einem Hund an einem herrlichen Nachmittag an einem Hang zu sitzen kommt dem Garten Eden gleich, wo Nichtstun nicht Langweile war - sondern Frieden. (Milan Kundera)

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