Samstag, 20. Dezember 2008

marken sind so echt ne marke für sich....

seit einer halben stunde daddelt u*tbe vor sich hin, um einen minütigen film hochzuladen, auf dem eigentlich nichts zu sehen ist, ausser frl. möchtegern wie sie getrocknete rinderhaut verschmät.
ich dachte, dass dies filmchen hier nett und angebracht sei, so wie andernorts aquariumsfilmchen. beruhigen die nerven, insbesondere wenn draussen alle verrückt spielen.
im fressladen traf ich frau g.punkt die eben so aussieht wie ein g.pünktchen.... etwas rundlich mit heftigstem lachen und strahlenden augen und einer liebe zu den ursprünglichen afrikanischen windhunden.
was ausser ihrem fulminanten lachen und ebensolchen augen bemerkenswert ist, ist dass man hier in der provinz die namen der rassen nicht mal schreiben kann, die sie liebt. drum fährt sie bald nach afrika und wird aufgrund der ausserordentlich korrekten und immer wieder neu überarbeiteten rechtssprechung hier, auch alleine wieder zurück kommen.
derweil geht mir das adventsgedudel mächtig auf den zeiger.
ich mag keine xmasmerrymerryxmas lieder egal welcher coleur mehr hören und nein, ich mag auch all diese zerknitterten protestanten hier nicht mehr sehen. genau genommen ist schilda unerträglich, wenn man mal davon absieht, dass ich echt nette freundinnen hier gefunden habe, menschen mit leuchtendem lachen und herzhaften brüllern, kleinkunst und kultur sind hier besser als im maindörfli und selbst der schlagangefallene alte mann mit offenem mund, streckt seine hand in mein geöffnetes autoraucherfenster und krabbelt den hund am kopf und lacht.
die mir persönlich bekannten - bislang unverifteten hunde - bekommen zu weihnachten knabberknochen und hühnerflügel (merke: roh get immer, gekocht nimmer) und würden jetzt nicht noch zweige fehlen, wäre ich komplett.
einen tannenbaum kann ich leider nicht kaufen, da mir das gegen den strich geht. so einen vitalen jungen baum, der ja auch lebt, einfach zu massakrieren, damit weihnachtsheuchler was zum seufzen haben, das lag mir noch nie.
mir tun die grünen lebewesen leid. weihnachten hin, klimakatastrophe her.
ich kann noch vermelden, dass man beim ortsansässigen i*ea ab zwanzig uhr gut einkaufen kann, da dann alle schildbürger schon zu hause oder auf dem weg nach selbigem sind. ich für meinen teil wollte nur geschenkpapier, denn ich kann das übliche papiergedöns nicht ertragen. ebenso wie die selbigen radiolieder - s.o. - .
dass ich beim kleinen lord heute abend gelegentlich tränen rollen lasse hat nur etwas mit mir - und nicht mit weixnachten zu tun.
ich bin massenkompatibel. aber das sieht nur so aus.

Mittwoch, 17. Dezember 2008

beim frühstück hat es mich zerrissen,

und der kaffee landete auf der zeitung als ich in den veranstaltungshinweisen der ortsansässigen tageszeitung las, dass sich am abend die bibelmüden christen zum gesprächskreis treffen. hier in schilda, haben auch die bibelmüde christen ein plätzchen gefunden. zeitgleich tobt hier eine monate andauernde kampfkampagne gegen die errichtung einer moschee. nun gut. die provinz ist keine grosstadt, auch wenn sie dies gern für sich hätte.
jedoch gibt es eine ortsansässige synagoge in der gerade hermann van veen brilliert und ich bin tief traurig, dass ich mein weihnachtsessen mit den hundefräuleins nicht anders legen konnte, als auf gerade diesen abend.
die hundefräuleins hingegen regen sich über einen ortsansässigen scherzkeks auf, dessen geschlechtsteil vermutlich verschwindend klein und unauffällig ist, der von seiner mutter vermutlich noch im alter von 12 gestillt wurde und seit jeher versucht, ein echter kerl zu werden. leider ist ihm nichts besseres eingefallen, als drohbriefe auf der ortsansässigen hundwiese zu verteilen, die darauf hinweisen, dass man auf seinen vierbeiner aufpassen möge.
mein stadtneurotikerherz grinst, denn das haben wir in mainhatten alle tage, dass irgendein kleinschwänziger dort giftcocktails auslegt, aus gründen die mir unbekannt sind und über die ich nur gegen entsprechendes honorar mir gedanken machen würd.
die katzen haben es hier im westfälischen allerdings auch nicht besser. eine wurde von herrchen erwürgt als er versuchte, sie von einem todbringenden überfall auf den eigenen hund abzubringen. jetzt muss herrchen fünfzig euronen strafe zahlen, für das unabsichtliche töten seiner katz.
völlig absichtlich hingegen werden die gänse auf dem biohof meines vertrauens getötet. gestern sah ich sie schnatternd und lachend in rießigen auslaufflächen und habe prompt eine bestellt. das klingt jetzt ironisch, ist aber gar nicht so gemeint. z.b. esse ich ja kaum fleisch. nur manchmal muss es sein. und ich esse so gut wie nie schwein. aber als ich sie gestrig sah - auf rießigen auslaufflächen munter spielend und scherzend - da hätte ich fast meinen geschmack ändern können. es schoss mir einfach so durch den kopf, dass sich glückliche tiere einfach leichter essen lassen, als gequälte kreaturen.
im prinzip tät mir auch ein herr a*ckermann besser schmecken als ein hartz4empfänger. nein, das mein ich jetzt ernst. glück verspeist sich einfach leichter.
ich tät mich auch spenden zum verzehr, denn ich bin ein glücksschäfchen und schmeckte bestimmt ganz gut.
zwar hab ich auf dem hiesigen weihnachtsmarkt schon zehn minuten vor schluss nichts mehr zu essen bekommen, weil einfach nichts mehr los war, aber das ist immer noch besser, als in der mainmetropole neben selbigem zu wohnen. denn da ist zwar auch um neun schluss, aber bestimmt nicht um neun, und ich bekäme erst um zehn einen parkplatz.
hier hingegen werden um zwanzig uhr die berühmten bürgersteige hochgeklappt und so kann ich lustig parplätze aussuchen, umsogleich knoblauchkrabben in die pfanne zu werfen. blöd ist nur, dass mich die dunstabzugshaube daran hindert zu lauschen, während herr rosmarin seinem sohn via telefon die erste ratgeberstunde in sachen frauen zuteil werden lässt. das hätte ich doch zugern gehört und wer weiss, vielleicht kann man das, was der mann da selber ausspricht mal gegen ihn für sich verwenden.

naja... alles in allem ein nicht wirklich adventlicher beitrag hier.

Montag, 15. Dezember 2008

santana an olga

liebe olga,
heute war ich am strand in einer stadt, in der es überhaupt kein wasser gibt.
nur immer blödes kaltes wasser von oben.
hier gibt es zwar kein fluß, keinen see und kein meer, aber einen strand.
da steht ein schild, dass das betreten des strandes verboten sei. aber ich kann nicht lesen, drum bin ich da herumgehopst.
viele grüße von hier nach dir



ps: meine kumpels waren auch da. wir sind alle eine ganz spezielle art, nämlich gemischte winde. wir sind mit allem möglichen gemischt, bisserl erde, bisserl himmel, bisserl hans-guck-in-die-luft.
sprechen können wir auch. nur verstehen tut uns nicht jeder.

hach....

ist wirklich schon bald wieder weihnachten???
ich hab mich ganz in der zeit und sonstwo verloren.
also dann....
hier mein weihnachtslied

Dienstag, 9. Dezember 2008

mein drehaschenbecher....

hat gerade eine fluppe wieder ausgespuckt.
was soll das bedeuten?
in unserem garten stehen ein beleuchteter elch und ein schlitten.
was soll das bedeuten?
kein kunde mailt.
was soll das bedeuten?

fragen über fragen.
hab ich schon mal gesagt, dass ich angst vorm alt werden hab?

Freitag, 5. Dezember 2008

glück...

heute habe ich glück.
nein.
nochmal:
heute empfange ich glück.
empfinden kann ich es noch kaum. dazu bin ich zu müde.
anstrengende monate gehen zu ende.
viele reisen. viele gesichter. viele namen (merk ich mir alle.... diesbezüglich bin ich überdurchschnittlich). viele male an den eigenen haaren aus dem sumpf gezogen.
viele schwierige projekte. alle gut gegangen.
glück halt.
mein kollege sagt immer: du mit deinem glück. so ein quatsch. du hast kein glück sondern fähigkeiten und also erfolg.
aber ich empfinde es als glück.
und freu mich drüber.
still und leise, weil ich so müde und zerschlagen bin.
arbeitsjahr beendet.
nicht wirklich. nur das kundenterminjahr ist beendet. das arbeitsjahr wird noch bis silvester weiter gehen.
ein buchprojekt beenden, eines beginnen. rechnungen schreiben, steuer bedienen, geschenke suchen und danke sagen.
die nächsten wochen wird es nur entspannte entspannungspostings geben, viel hundegedaddel (das frl. muss jetzt erst wieder klar kriegen, dass sie hierher zu mir gehört), luftblasen und nix vernünftiges.
das ist für mich glück.
und irgendwann nochmal ein paar tage glücksburg wär schön. oder dänische weite strände... wo das fräulein flitzen kann, ohne rehe zu jagen.
nordlichter und meer.
schildaer freundinnen treffen und über den ewigen regen jammern.
aus ffm flüchten und die einkaufsmassen und weihnachtspartygänger verlassen.
langsam kehrt ruhe ein.
oder morgen.
oder übermorgen.
aber ruhe.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

aus aktuellem anlass.....

muss ich hier dringend darauf hinweisen, dass bald weihnachten ist. die massenauftriebe, die akustische körperverletzung, das matschwetter und die amtskirchen.... alles nicht meins.
aber dieser weihnachtskalender hat es mir schon angetan.

Dienstag, 2. Dezember 2008

bei dem versuch, mathematischen verführungen...

zu folgen, hätte ich um ein haar einen bösen leserbrief an den blondesten kerl der republik geschrieben.
so in etwa....
sehr geehrter herr kärner,
erstaunlich wie locker sie parlieren können, wo doch ihre mühsam beschriebenen und kleinen karteikärtchen so ausserordentlich dicht beschrieben sind. sie müssen erstaunliche augen haben und ein loses mundwerk, aber auch ein leeres hirn.
ich meine, wer soviel kleinfitzeligen text lesen und gleichzeitig daher parlieren kann, der kann unmöglich sein hirn mit inhalt beschweren.....

aber dann fiel mir mein alter physiologieprof ein. wir nannten ihn den sex-meier, weil er meier hieß (nicht wirklich) und es in seinen vorlesungen zur nerven- und sinnesphysiologie vorwiegend um sex ging. wir lernten das balzverhalten der frösche, warum high heels eine schier unwiderstehliche verlockung für männer sind und wie die sekretärinnen des instituts auf die alkohl-reaktions-tests reagierten bzw. nicht reagierten und wer welche institutsdame in welcher position und wo genagelt hatte.
der professor war ein genussmensch, drum hielt er seine vorlesungen mit karteikärtchen, die er neben einem stövchen mit tee bereit hielt. der tee roch nach cognac und wenn der halbe stapel karteikärtchen abgehalten war, gab es eine rauchpause für ihn und uns. wir rauchten zigaretten, er zigarillos.
einer der nichtraucherstudenten - auch die gab es damals schon - kam in der pause zu der schwerwiegenden entscheidung, die beiden stapel karteikärtchen (gehaltene und bislang ungehaltene) zu vertauschen, wonach wir dann in der zweiten hälfte der vorlesung exakt den stoff der ersten hälfte der vorlesung nochmal hören durften.
ja.... so war das damals.
heute ist ja lehrkörper und studentenkörper eher stromlinienförmig organisiert. aber wir hatten tatsächlich in der vorlesung über borderline eine frauenbewegte professorin und im zuhörerraum einen wegen psychose ausgemusterten professor. eben jener trug grundsätzlich eine in babyrosa gefärbte latzhose und einen rießen schnuller um den hals.
als es in der vorlesung um die männliche null ging, sprang er auf und rief beherzt....
werte frau professor.... ich bin die männliche doppelnull, aber wer nochmal ist 007?
nein, kein scherz.
auch unser professor für lernpsychologie, der selbst wie eine skinnerratte aussah - wofür er nichts konnte - erläuterte uns zum elementaren lernverhalten: "nun.... wenn eine katze drei beine hat und sie nehmen ihr eins weg, was passiert dann?"
das brüllende gelächter von 300 studenten hat er vermutlich nie verstanden, da wir noch respekt vor den professoren hatten und sich niemals jemand getraut hätte, ihm zu erläutern, was er gerade gesagt hatte.
unser professor für wahrnehmungspsychologie hatte eine ausgeprägte leidenschaft für junge studentinnen, bei der er heute längst von der universitär eingesetzten frauenbeauftragten kastriert würde und unser professor für persönlichkeitspsychologie hatte einen ausgewaschenen waschzwang. sobald einer in der vorlesung hustete oder nieste, rannte er zum waschbecken um sich zu säubern. besuchte man wahrhaftig seine sprechstunde, so konnte man sich sicher sein, dass er - kaum dass man sich zum gehen anschickte - zu sagr*tan griff und noch beim verabschieden die türklinke reinigte.
so gesehen, hab ich das studium damals verdammt gut und unbeschadet überstanden.

.... das rentnerleben.....

auf dem kreuzfahrtschiff zum tagestarif eines altenheims, hatte ich mir sooooooooooo schön vorgestellt. bis ich dies las.
jetzt bin ich doch unsicher geworden.... naja.... man könnte ja so eine kaperung auch inszenieren. z.b. wenn die rentenkasse mal wieder ein einziges loch ist. dann einfach die rentner versenken und die haben dann nebenbei noch ein echtes event, so zum abschluß ihres lebens.
na, ich weiß nicht.
die dame, die heute morgen ihren schirm aufspannte und über die straße direkt in die straßenbahn lief und ihr leben ließ, hätte auch mehr mitgefühl verdient, als es mir im supermarkt meines vertrauens von seiten der metzgereifachverkäuferinnen entgegendröhnte:
mfv1: stell dir vor.....(sie erzählt die story von der dame mit dem regenschirm).... ja jetzt mal im ernst: wie blöd kann man sein???
mfv2: oh, das ist echt blöd
mfv1: im ernst, wie blöd kann man sein???
mfv2: unendlich blöd
mfv1: stimmt...... guten tag, was kann ich für sie tun?
ebenso blöd ist der herr professor wiesengnom, der nach einem schlaganfall einen gassigeher für seinen hund bräuchte. der diesbezüglich bereits mehrfach erprobte und ausgezeichnete oberkellner jonas ist zwar sein nachbar, aber die herren mögen sich nicht.
eigentlich könnte alles ganz einfach sein, wenns nicht immer so komplizert wär.
was allerdings wirklich einfach ist, ist das einkaufen von kleinen weihnachtsgeschenken. seitdem ich an mir und anderen festgestellt habe, dass man eigentlich nichts braucht, ist es mit der schenkerei sehr einfach geworden. ich kauf daddelblödsinn und lach mich schon im einkaufsgeschäft schlapp.
noch zwei tage arbeiten, dann ist mein arbeitsjahr vorbei.
yeah !

Dienstag, 25. November 2008

auf einer vernissage….

war ich nie.
während ich koffer um koffer aus dem auto hieve, blicke ich in eine der vielen galerien hier und beäuge junge bis mittelalterliche gutaussehende menschen, zumeist in schwarzen kleidern mit lustigen brillen im gesicht und gefährlichen absätzen an den frauenfüßen.
ihre mienen verraten, dass sie kluge und geistreiche gespräche mit einer portion sachverstand und einer prise witz führen.
gut, dass ich noch nie auf einer vernissage war. ich hätte mich vermutlich innerhalb weniger minuten blamiert oder stumm in einer ecke gestanden, was letztlich auf dasselbe heraus gekommen wäre.
sie parlieren vor einfarbig strukturvollen bildern und schlürfen sekt. letzteres könnte ich auch, aber mit wem sollte ich dort reden? und worüber?
ein schlichtes „das gefällt mir besonders“ wäre vermutlich schon peinlich genug, zumal ich es nicht begründen könnte. sicher würde ich ausgerechnet den künstler nach dem weg zum klo fragen. kunstmärktisch bin ich auch grad völlig unterbelichtet und schon alleine die vorstellung, auf einer vernissage zu sein, erzeugt in mir das gefühl, dass es sich bei meiner person um eine dumpfe trutsche handelt. ähnlich wohl würde ich mich auf einem treffen der dünnsten frauen der welt fühlen oder auf dem jahrestreffen der hochbegabten gedächtnsisspezialisten.
nun gut, sollte ich mal einer vernissage nicht entgehen können, würde ich mir jemanden zum parlieren mitnehmen. dann würde es nicht so auffallen, dass ich keine ahnung und auch nichts zu sagen habe. aber wen nähme ich mit? einen kunstkenner kenne ich nicht und kennte ich ihn, wäre es mir wieder peinlich, nichts kluges antworten zu können. die weltbeste mutter könnte ich auch nicht mitnehmen da sie vorwiegend laut redet und ich sowieso immer winke, damit sie leiser spricht, wenn wir in der öffentlichkeit schwatzen. den herrn rosmarin könnte ich nicht mitnehmen, denn der liegt noch im krankenhaus und macht ein schmerzerduldungstraining durch und läge er dort nicht, würde er sich auf der vernissage vermutlich zum alleinunterhalter aufschwingen und ich stünde wieder peinlich berührt in der ecke, um ihm handzeichen zu geben, dass wir verschwinden sollten.
meine freundinnen sitzen zum größten teil in schilda und eigentlich reden wir immer über alles, über dies und das und über hunde….. aber diesbezüglich geben die einfarbigen aber strukturstarken bilder nichts her.
so gesehen also nur gut, dass ich noch nie auf einer vernissage war.
eben fällt mir ein…. ich war dochmal…. aber da kannte ich den freund des künstlers und der war sprachgewandt und es fiel nicht so auf, dass ich stumm neben dran stand.
demnach….sollte ich mir im neuen jahr mal eine mutprobe auferlegen und mutterseelenallein auf einer vernissage einlaufen.

und überhaupt....

Hunde, sind unsere Verbindung zum Paradies. Mit einem Hund an einem herrlichen Nachmittag an einem Hang zu sitzen kommt dem Garten Eden gleich, wo Nichtstun nicht Langweile war - sondern Frieden. (Milan Kundera)

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