Donnerstag, 19. Februar 2009

nur mal gut....

dass mein fräulein hund keine echte katze ist und langschläferin obendrein

Montag, 16. Februar 2009

parole parole parole

rosmarin: "und... wie habt ihr das hotel getroffen?"
tante: "ach, ricardo hat das für uns gebucht."
rosmarin: "... nein... wie habt ihr es gefunden?"
tante: "na mit dem taxi."
rosmarin: "... ich meine, wie gefällt es euch?"
tante: "naja... etwas einfach"
....
derweil google ich mich durch die wiener welt, weil ich beladen wie ich dann sein werde, wiener gastfreundschaft nicht strapazieren will und bin gerade dabei, mich im hotel orient einzumieten.
das hätte ich vermutlich teuer bezahlt, da es sich um ein stundenhotel handelt :-)
....

la nonnina…..

ist schon im feuer abhanden gekommen.
eigentlich ist sie uns vorher.... schon viel vorher .... abhanden gekommen.
so im letzten jahr.... oder im vorletzten.... zu nah... um schon weg zu sein, zu fern, um noch da zu sein..... und nun.... ein häuflein asche, dass die famiglia zusammen reisen lässt.
gestern noch im zug von HH nach FFM.... eine stunde geschlafen. dann glucksen angehende grundschullehrerinnen an meinem tisch. zunächst schaue ich entnervt, dann muss ich in ihr gegluckse einstimmen.
der mann ist aus dem norden gekommen, der hund vom pflegefrauchen per elterlichem shuttleservice.
die heimfahrt ist gutgelauntes taxi per persisch.
aufwachend schlägt alles wie eine grosse welle über mir zusammen. in sechs tagen drei seminare gehalten, einmal quer durch die republik...... dabei ist nonnina abhanden gekommen. grausam und pervers.... wie das leben so weiter geht und wir funktionieren.
multitaskingfähig wird hund ausgeführt, mann trainiert und neues auto gesucht.
dann irgendwann ist laut lachend italien gelandet. so.... als wäre es einer der beiden jährlichen besuchen und nicht ein begräbnis.
mia cugina ist mir lieb. die eine, aus italien. aus santa croce, das ich nun – nach ihren erzählungen – nicht mehr sehen möchte. einfach weil es den markt vor unserem haus nicht mehr gibt, weil die stadt eine abstimmung gegen döner hatte und nun nur noch italienische restaurants und fast foods möchte, und die tunesier, albaner und rumänen los werden möchte.... die zeit, die globalisierung hat meine erinnerungen eingeholt. kein stück parmeggiano mehr vom merkato.... stattdessen handyflat und gyros auf der piazza.
es wird gelacht über der linsensuppe, die so herrlich deutsch ist und wir träumen von der ricotta, die so herrlich italienisch ist
in die linsensuppe hat sich knoblauch gemischt. das ist blöd, weil ich morgen zum kunden muss und das wiederum erspart mir die ankunft des schwäbischen teils der famiglia. besser ich stinke in mainz vor mich hin, als eine fehde zwischen bankfurt, italien und schwobeland anzustiften...
mie cugine sind immer gleich jung.... nur ich seh älter aus. eigentlich wurscht, jetzt wo nonnina tot ist. sie sah auch immer jung aus.... bis zu dem moment, wo der herzschrittmacher sie alt werden und viel schlafen liess.
mia mamma kracht bald zusammen. sie übt sich in taperkeit und organisation. so wie immer.
italien lässt sich bedienen. morgen wird sich das schwabenland bedienen lassen. der mann meint, eigentlich könnte auch mal jemand meine mama bedienen. aber soweit reicht der blond gefärbte horizont nicht. jener erzählt von fingeroperationen und cholesterin. derweil staubt nonninas asche vor sich hin. die beste aller cuginas rotzt fröhlich lächelnd gemeinheiten in des mamas lebensgefährten gesicht und strahlt ihn dabei an. sie weiss noch nicht, dass wir mit dem geschmähten papa telefoniert haben, eben weil der buschfunk des dörfchens besser funktioniert als aktuelle und vergangene familienbande. seit nonninas herzensmann verstarb, geht jeder seinen neurosen nach. der chef ist tot – es lebe der chef.
ich kaufe taschentücher für dienstag und stelle mich auf eigene und andere nervenzusammenbrüche ein.

Sonntag, 8. Februar 2009

on the road again....

daher leider mindestens eine woche geschlossen

Mittwoch, 4. Februar 2009

Sie läuft ihm entgegen….

und ihr Herz pocht vor Freude. Sie ist wieder etwas draller. So, wie er sie immer am liebsten gemocht hat. Und sie trägt das weiße Baumwollkleid mit dem großen V-Kragen, das mit kleinen schwarzen Rosen übersäht ist, und welches man wie einen Mantel in der Mitte vorne knöpft.
Die Luft ist warm und duftig, Sonnenlicht hüllt sie ein und dort drüben endlich steht er.
Etwas unbeholfen steht er da und hält einen Strauß Löwenmäulchen in der Hand. Sein Mund grinst bis zu seinen Segelohren hinauf.
„Endlich“ presst er hervor und nimmt sie zärtlich in den Arm.
„Si caro, endlich“ schmiegt sie sich an seine breite Brust.
So stehen sie eine kleine Ewigkeit, versunken in sich und die Welt, erfüllt von der größten stillen Freude, die sie je empfunden haben.
Sie folgt seinem Blick und aus der Ferne kommt Ugo angestapft, an der Hand hält er Vera und zieht sie etwas hinter sich her. Er pfeift Freude schöner Götterfunken und winkt.
Küsse, Bartstoppeln, Küsse, wehende Kleider, vertraute Stimmen und wieder Küsse.
Ugo schnappt sie und dreht sie wie ein junges Mädchen im Kreis herum.
„Oh bella Pina, ma quanto ci mancavi“
Vera lacht und öffnet eine Flasche. Sie ist glücklich und endlich gibt es nach so langer Zeit der Entbehrung süßen Spumante, der ihr prickelnd ins Herz rinnt.
Vera hat Antipaste bereitgestellt, Bruschetta und weiße Bohnen in Knoblauch und Olivenöl, kleine Sardellen und frittierte Artischocken.
Sie lassen sich an einem Holztisch nieder und blinzeln in die Sonne. Dann reden sie über das Sterben.
„Come l’hai fatto?“ fragt Ugo.
„Ich hab mich heimlich nachts weg geschlichen“ sagt sie. „Eigentlich war es ganz leicht, denn ich habe ihre Gebete hören können, in denen sie mir die Rückkehr zu Euch wünschten. Als ich heute Nacht los ließ, habe ich schnell noch in die Schlafzimmer unserer Töchter geschaut. Sie sind auch schon ältere Frauen und lagen neben ihren guten Männern.“
Sie seufzt und strahlt ihren Kumo an, den sie zehn Jahre so vermisst hat.
„Du hattest Deine Töchter ja um Dich versammelt, als Du ausgehaucht hast“ lächelt sie „aber dazu hatte ich nicht die Kraft.“
Ugo schaut streng und zwinkert ihr zu.
„Eh beh…. Dein Kumo brauchte ja auch die große Oper.“ Er stupst Kumo in die Seite „Il Patrone se ne andava con Grandezza ... con le sui mani nelle mani delle figlie“
“Tu invece….” Kumo schaut ihr tief in die Augen “Du hingegen, bist ein zartes Vögelchen. Bescheiden und ruhig, hast lange gebraucht, um Dich auf den Weg zu machen und hast ihn leise genommen, so wie ein Wiegenliedchen“
Pina seufzt. „Als ich heute Nacht durch ihre Zimmer ging, wachte die eine auf. Ihr wisst schon welche. Sie rief nach mir und ich hab ihr sanft die Wange gestreichelt, bevor es mich zu Euch zog.“
„Dio mio“ seuftz Vera ergriffen. “Das gibt es selten, was Du da sagst” und sie schaut in die Sonne und legt ihre rechte Hand auf ihr Herz.
Ugo stimmt die Internationale an und dirigiert in die Luft.
„Fanfarone“ schimpft Vera „Du hast nicht schlecht gestaunt, als Du hier ankamst, alter Kommunist. Und hast Dich hoffentlich erst mal geschämt, als Du gesehen hast, dass es IHN doch gibt.“
„Tesoro mio“ raunzt Ugo „Ich hatte mit IHM nie einen Zweifel, mir sind nur die Popen auf die Eier gegangen. Mi rompono le balle.“
Sie lachen und sie halten sich an den Händen.
Kumo pfeift Tiritomba und aus der Ferne sieht sie Oda, Odilia, Vittorio, Paulino, Josef und Lena, Inga und Giovanni kommen. Der ganz große Bahnhof – für sie.
Sie ist zu Hause angekommen.

Freitag, 30. Januar 2009

als hauptberufliche vertreterin der möglichkeiten….

finde ich mich inmitten eines unmöglichkeitstales wieder.
mein kiefer ist eine globale großbaustelle, die einer liegenden woche in einer universitären zahnklinik bedürfte.
mein kalender ist bis ende märz voll.
meine liebe wohnt viele hundert kilometer entfernt und hat stress
habe ich auch.
das fräulein möchtegernwindhund ist gut angepasst an drei wohnorte: bankfurt, schilda und pflegefrauchen….
gehorsamer wird sie so nicht und anders auch nicht.
statt eines autos habe ich jetzt zwei schrottmühlen in wohlmeinenden bastlerhänden
leider keine zeit für um- ab- oder sonstige meldungen zu sorgen
ich muss aber mobil sein
womit?
ich muss wach, charmant und intelligent bei kunden sein,
leider stehe ich komplett unter schmerzmitteln und übermüdung
zum stierkampf komm ich auch nicht mehr.
ich bin umzingelt von ansprüchen und wünschen
und blöd wie ich bin, bediene ich sie.
wer bedient mich wirklich, nicht einfach gut gemeint, sondern wirklich?
so, dass auch ich ja sagen kann zur wohlmeinenden unterstützung.
ich muss kollegen anrufen wegen vertretungsmöglichkeiten,
denn die oma stirbt.
ich habe das große talent, um hilfe zu rufen …..
und meine gutmeinende umwelt denkt sich: „frau ro ist stark, die packt das schon.“
eingeforderte beileids- und mitleidsbekundungen kommen.
aber sie schaufeln den kalender nicht frei, das konto nicht voll, meinen kiefer nicht gut und meine notwendigkeiten nicht mobil.
biete nichts.
suche: fluchtmöglichkeit, einsame insel, oder wunder.
kloster vielleicht? dürfen hunde da rein?
mauseloch? bin ich zu groß für und frl. hund käme da auch nicht rein.
zeiten- und weltstillstand? wäre perfekt.

Donnerstag, 29. Januar 2009

eindeutig besser als fernsehen....

ist das hier
http://salukis.twoday.net/stories/5477004/

wie üblich nichts für schwache grosstadtneurotiker.... aber nachdem ich diese und andere gerade heftigst genossen habe, ist das urlaub für mich.
morgen früh um sechs gehts weiter zu richtig entspannten kunden, auf die ich mich grad richtig freue.

Montag, 26. Januar 2009

immer wieder schön....

von woanders
http://www.systemagazin.de/serendipity/index.php?/archives/1092-Cool-Guantanamo-UEbernahme-durch-RTL.html
lustige links kopieren zu können, wenn man gerade zeitlich, gesundheitlich und moralisch land unter hat.
morgen in tschechien.
ärgs.

fast...

schon wieder on the road again...
nur noch ein bisserl meine dankbarkeiten abarbeiten...
und noch ein bisserl tausend prozent kundenorientierung abarbeiten....
und noch ein bisserl freudenprojekte abarbeiten....
und noch ein bisserl sehnsucht abarbeiten....
und noch ein bisserl frust verarbeiten....
es kotzt mich grad an... das alles

Samstag, 24. Januar 2009

oh mein gott....

neues aus der realen lebenssatire
mir persönlich ist es egal, was jemand glaubt oder nicht glaubt. was mich allerdings richtig ärgert, ist der fundamentalismus derer, die andere als fundamentalisten beschimpfen.
vielleicht sollte man weder die satanischen verse in einer moschee lesen, noch das leben des brian in einer kirche zeigen.
gibt es eigentlich eine religion, die humor hat oder gar von ihren gläubigen verlangt? da wär ich dann gern dabei.

und gott sei dank ist amerika weit weg



gefunden bei www.re-actio.com

und überhaupt....

Hunde, sind unsere Verbindung zum Paradies. Mit einem Hund an einem herrlichen Nachmittag an einem Hang zu sitzen kommt dem Garten Eden gleich, wo Nichtstun nicht Langweile war - sondern Frieden. (Milan Kundera)

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tja...wie schon erwähnt:...
tja...wie schon erwähnt: das leben ist kein kindergeburtstag...
datja (Gast) - 1. Jan, 17:50

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