Dienstag, 26. Mai 2009

für seine zarten sechs Jahre...

ist er schon ganz hüsch groß.
und ich habe ihn sogleich in mein herz geschlossen und entschieden, dass wir zusammen bleiben.
dafür habe ich den treuen roten husaren in die wüste geschickt.
ich weiss, das ist nicht sehr fein, aber es war dennoch definitiv die richtige entscheidung, denn mein herz hüpft vor freude...
jetzt stellt sich nur noch die frage, ob ich ihn fred oder franco nenne?

Sonntag, 24. Mai 2009

die zwei polizisten ….

die morgendlich am mainufer patroullieren, haben mich ins visier genommen, bleiben vor mir stehen und schauen auf den hund.
„guten tag, polizei“ sagt der eine… und „eine frage….“
ich fummel schon am rückentäschen des hundes herum und mein hirn geht die gesetzliche checkliste durch: hundemarke, impfmarke, adresse des halters und personalausweis. „mist“ denke ich, den perso habe ich nie dabei.
„spanien oder türkei?“ fragt der eine polizist und krault das hundefräulein.
ich muss lachen und antworte wahrheitsgemäss „spanien – sie wollen bestimmt die hundemarke sehen?“
„nein“ sagt der eine polizist, "und das geschirr ist das auch aus spanien?"
"nö, das ist aus deutschland" und fummle die hundemarke wieder ins täschen.
„so ein hübscher hund“ sagt der andere polizist.
und dann erweisen sich die beiden als kenner.
die besonderheiten des fells ohne unterwolle, die häärchen, die im autopolster wie stacheln kleben, der hetztrieb usw. usw.
das fräulein schmust mit den polizisten und die schmusen mit dem fräulein, während die umstehenden jogger, radfahrer, sonntagsspazierer aus den augenwinkeln auf meine anstehende verhaftung warten.
enttäuscht gehen sie weiter. wo gibt’s denn so was, dass zwei polizisten mit einer frau ratschen und über hunde fachsimpeln und lachen und spass haben????
….
nach diesem wunderbaren start in den sonntag werde ich nun die eigenen häärchen wegshampoonieren, köfferchen packen, hohe schühchen anziehen und auf tour gehen.
bis die tage 

löschen statt sperren...

...
und aus gegebenem anlass,
weil die volksverblödung durch von schlechten marketingfuzzis beratenen schlechten politikern, offenbar keine grenze kennt.
und vielleicht sind sie nicht einfach schlecht beraten, sondern so perfide, wie man es den damen und herren, die von unseren steuergeldern hervorragend leben, unterstellt.

Donnerstag, 21. Mai 2009

wie hätten wir anders gekonnt,

als neulich bei strahlender hitze zum hunderennen zu fahren, an dem wirklich alle teilnehmen dürfen.
zugegeben.... geduld ist des fräuleins stärke nicht
und beim anblick des hasenzugs gehts einfach mit ihr durch.
sie schreit den ganzen platz zusammen.
rennen1

sie legt einen spitzen sprint hin, auch wenn das geschirr sicherlich ne halbe sekunde gekostet hat....

...
aber das tier lässt sich einfach nicht halten und erwürgt sich im halsband...


ihr wahres gesicht zeigt sie, wenn der hase schon längst ausgeklingt ist.
das passt ihr nicht, ist vollkommen unakzeptabel.
einfangen und anleinen lassen?
vollkommen unmöglich.
also gehen wir zur belustigung des publikums elegant stiften,
rasen alleine über den innenplatz der rennbahn und geben den clown.

rennen6

dem volk hat unser einfang-lustspiel gefallen. mir weniger.
und auch das mit dem siegertreppchen müssen wir noch üben. dem fotografen das hinterteil zeigen und an fremden kerlen rumsabbeln...
geht gaaaaaaar nicht....



naja... platz 2 in der windähnlichen klasse :-)

Freitag, 15. Mai 2009

anti-liebeskummer-dinner...

für eines der vielen gebrochenen maiherzen abgehalten heute.
um zu prüfen, ob das herz überhaupt noch schlägt, gibt es zunächst einen kir royal in der küche, in die ich extra die boxen und den ipod schleppte, mit wiener walzer. der hebt sowieso in jeder lebenslage die stimmung.
blöderweise hatte ich nach dem walzer den antonello venditti gespeichert und der ist nur für akute liebeskummerphasen gut, in denen man sowieso am rande des selbstmordes steht. signore venditti spült die tränenkanäle so erfolgreich durch, dass das leben danach eigentlich nur wieder besser werden kann und glücklicherweise läuft zum servieren von rosmarins spezialnudeln schon wunderbarer, ursprünglicher flamenco.
eben jener lässt die finger auf den holztisch trommeln und die füsse unterm tisch zappeln, das herz wirft einen vernichtenden blick zurück und die schultern strecken sich wild der zukunft entgegen.
bei schwarzem kaffee wird durchgeatmet und die erdbeertiramisu in angriff genommen. die untergemischte vanillecreme lässt das leben süß erscheinen und die erdbeeren machen lust auf sommer.
dazu gibt es "il canto della mafia".
wir lachen.

autolotto

ich glaube, ich sollte ein los ziehen, denn entscheiden fällt mir schwer.
kleinbus oder kombi
chrysler, passat oder audi
das einzige was klar ist,
ledersitze wären geil, die haben aber die kleinbusse nicht.
anhängerkupplung könnte auch kleinbus ersetzen.
und diesel schon mal gar nicht.
und wer nimmt meine beiden alten schrottmühlen in zahlung?
mir ist das grad alles zu kompliziert.
also geh ich einfach duschen. vielleicht hilft das ja.

Donnerstag, 7. Mai 2009

während der mai munter…

immer weiter herzen zerschmettert, haben sich auf der bühne des maindörflis wieder alle versammelt. zugegeben, als ich heute abend aus dem auto steige und einen blick in die pizzeria am plätzchen werfe, weil dort ältere damen sitzen, fällt mir sofort auf, dass mackie messer fehlt. der arme kerl schlummert den verstaubten schlaf der ewigkeit.
morgens um sieben hebt sich mein vorhang und ich blicke auf den fluss. um diese uhrzeit sind nur japanische touristen, verschlafene nachtschwärmer und junge araber, die für asiatische kampfsportarten trainieren, unterwegs.
um punkt acht betritt die pensionierte bäckerin die bühne und wandert mit ihren stöcken einmal das ufer rauf und einmal wieder runter. dann tauscht sie mit ihrem mann, dem bäckermeister und er wandert – etwas langsamer – einmal das ufer rauf und einmal wieder runter. in der zwischenzeit macht sie das frühstück auf dem balkon. echte arbeits- und stöckchenteilung und doch machen beide das gleiche… so haben sie es ihr leben lang gehalten.
fast gleichzeitig haben die jogger, die rad fahrenden banker und werber sowie die hundespazierer ihren auftritt. es gibt kreuzweise sympathien und antipathien.
so mancher jogger plärrt einen hund oder das herrchen an, so mancher spazierer grüsst einen radfahrer und so mancher radfahrer möchte das joggen abschaffen. das ufer ist zu schmal für all die inidividualisten. ich persönlich grüss nur den rad fahrenden alten zahnart, einfach deshalb, weil er langsamer ist als die anderen, die zum job radeln.
und nun wo die sonne wieder herausen ist, sind sie alle wieder da. z.b. der alte exzuhälter, der mit kurzen hosen und goldketten behängt in seinem elektrorolli zum fluss fährt, um dort über seine früheren rottweiler und das leben zu sinnieren während er sich bräunt.
mogli ist auch wieder da. ein schmaler junger mann, stets in schwarz gehüllt, schläft er unter einem speziellen baum. sein fahrrad wird von einer taube bewacht, die sofort auf seinen linken unterarm wechselt, sobald mogli aufgewacht ist. seine haut ist dunkel vor eingegrabenem schmutz. zärtlich spricht er mit seiner zahmen strassentaube und gibt ihr einen keks. seine augen blicken so finster, als hätte er einen teufel gefrühstückt.
mittags ist pause. da sitzen bestenfalls ein paar pausierende banker auf den banken und abends gibt es die galavorstellung. da flanieren die schiffe mit dem afterworkpartie- und networkervölkchen, in den bars und pizzerien wird draussen gesessen, schummrig beleuchtet von windlichtern und strassenlaternen.
die dicke rosi macht ihre letzte runde, das arme tier musste als bulldogge geboren werden.
alles ist gut und der vorhang wird leise und langsam fallen. stück für stück werden die stühle von den strassen geräumt und am ende laufen nur noch ein paar verirrte jugendliche laut johlend über die brücke, hin zur jugendherberge.
morgen soll es regnen, da wird das stück ausfallen.

Samstag, 2. Mai 2009

der mai ist ne fiese möpp....

soviele gebrochene herzen um mich herum.
zerbrochen, auseinandergerissen, kaputtgetrampetl... jööö.... das ist wahrlich kein wonnemonat und runderhum rinnen tränen, rebellieren mägen und die bäume schlagen auch um sich.
anders ist es nicht zu erklären, dass ich über eine wurzel stolperte und mit dem gesicht voran in einem brennesselfeld landete.
nur mal gut, dass das fräulein, ich und das schwein wunderbaren besuch hatten....



....bevor mich das arbeitsleben wieder (hoffentlich) liebevoll umfängt... jööö



gnihihiiii

Freitag, 1. Mai 2009

glückwunsch...

denen, die noch arbeit haben,
denen, die eine freudvolle arbeit haben,
denen, die ehrenamtlich arbeiten
undsoweiterundsoweiter

Dienstag, 28. April 2009

fast-nachrichten...

was mich wirklich ärgert und mein ganz persönliches Fass zum Überlaufen bringt ist, wenn die Tagesschau eine Nachricht aus Schilda bringt, in der es Verdacht auf die Unreinetiergrippe zu geben scheine, der sich allerdings als falsch erwiesen habe.
Was geht in Journalistenköpfen vor?
Ich weiß es nicht.
Ich stelle mir eine Nachricht vor wie: die Regierung könnte zurücktreten, aber sie hat sich doch nicht dazu entschließen können.
Wenn ich schon Nachrichten schaue, höre, lese, dann bitte über Ereignisse und nicht über Nicht-Ereignisse oder Fast-Ereignisse.
Aber zugegeben, es ist nur die Spitze des Eisbergs, auf den ich gerade auflaufe und leck schlage.
Ich fühle mich persönlich betroffen und angewiedert, von all der Blödheit, die mir in Zeitungen, Newstickern und Nachrichten entgegenbrandet.
Wer über welche Krise was denkt oder fast denkt, wer zuviel oder zuwenig Geld hat oder fast jedenfalls, wer gerade wen heiratet oder sich fast scheiden lässt.........
ich möchte es gar nicht mehr wissen, hören, lesen.
fast jedenfalls.
Ostern ist zwar rum, aber ich übe mich jetzt in medialem fasten. Das brauche ich jetzt einfach zur Augen-, Ohren- und Seelenreinigung.

und überhaupt....

Hunde, sind unsere Verbindung zum Paradies. Mit einem Hund an einem herrlichen Nachmittag an einem Hang zu sitzen kommt dem Garten Eden gleich, wo Nichtstun nicht Langweile war - sondern Frieden. (Milan Kundera)

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