Montag, 10. August 2009

6

kuriositäten über meine person.... legt mir ein stöckchen nahe, das ursprünglich von hier kam, und über ihn und sie in mein leseauge kam, mir grinsend in die mundwinkel schlich.... und jetzt überlege ich, ob sechs kuriositäten überhaupt reichen.
so ein peinlichkeitsouting finde ich eigentlich recht hübsch, wo das sommerloch längst auch die blogwelt befallen hat und mein hirn... ist sowieso nur noch ein hohlkörper....
drum denk ich nach....
1. ich fahre nur landstraße oder zug. niemals autobahn. dies ist bei ca. 3000 km im monat schon recht kurios.
2. beim essen hebe ich mir das von mir vermutete leckerste stück bis zum schluss auf und bin dementsprechend grantig, wenn mir einer eben jenes vom teller pickt.
3. im auto rede ich italienisch mit mir, damit ich die sprache behalte.
4. ich kann es nicht ausstehen und werde wild, wenn man mir über den kopf streichelt.
5. auf der straße ahme ich die finsteren und blöden gesichtsausdrucke meiner mitmenschen nach.
6. kurz bevor ich grob unhöflich werde, gebe ich dem jeweiligen gegenüber gern eine ansage über höflichkeit. danach entschuldige ich mich höflich beim universum.
naja.... und 7-12 hebe ich mir dann für das nächste outing auf :-)

ps....
6.a.
ich versuche mir immer ergebnislos schöne sprüche zu merken.... weil das nie klappt, trag ich jetzt schon mal den letzten, den ich las, hier ein.... "glut in der seele ist besser, als unter den füssen"
glühend .... ihre ro

Sonntag, 9. August 2009

Lehrreich,

war der frühe sonntägliche Ausflug mit dem Frl. Möchtegernwindhund in die Sennelandschaft. Eine gute Stunde sind wir den Spuren von Rehen und Hasen gefolgt, durch einen Wald getrabt, ohne genau zu wissen, wo wir hinkommen.
Plötzlich geht der Waldweg in eine kleine Straße über, an der Hunderte von Autos geparkt sind, einige haben die Türen halb offen, heraus klingt Hundegebell. Das Fräulein hängt den Schwanz unter den Bauch, legt die Ohren an und versucht sich unsichtbar zu machen, während ich sie der vermuteten Großveranstaltung entgegen zerre.
Schon bald höre ich eine Richterinnenstimme aus einem Lautsprecher und kurz darauf finden wir uns bei einem Agility-Wettbewerb wieder.
Kleine und große Hunde laufen durch Reifen, rennen Slalom, gehen durch Tunnel, über Hindernisse und Wippen. Nebenher läuft Frauchen (meistens) oder Herrchen (auch ein paar) und gibt Kommandos. Ein kleiner hündischer Springfloh, der es aus meinem laienhaften Blick hervorragend macht, kommt mit hechelndem Frauli ins Ziel, und sie schafft es gerade noch "schei**e" zu hecheln.
Mich wiedert das an.
Ich schaue noch eine Weile zu, dem Fräulein ist das alles zutiefst suspekt und mir auch.
Ein Licht geht mir auf.
So sehr ich mich über Jagd- und Hetztrieb, über Eigensinn und geplärre auf der Rennbahn ärgere..... so froh bin ich, dass ich keinen Tanzbären als Hund habe.
"Jeder was er braucht" denke ich und schaue verträumt auf dieses wilde, sture viech neben mir.

Freitag, 7. August 2009

einmal im Jahr...

mindestens muss es sein.
es geht nur im Sommer und gestern Abend war es endlich wieder so weit. Herr Rosmarin und ich verschwinden zunächst im Biergarten und und nutzen die Heimfahrt, um den schildaer Vorort mal wieder ordentlich zu beschallen.
Alle Fenster und Dachluken offen und mein neues Lieblingsauto hat sagenhafte Boxen....
alles vibriert und wir lachen uns mit Flatterhaaren einen Ast, trommeln auf Schenkeln und Lenkrad herum.
yessss

Mittwoch, 5. August 2009

die Welt ist ein Dorf und die Zeit eine Erfindung....

.... anders kann es irgendwie nicht sein.
Heute habe ich zum Beispiel etwas getan, was ich seit bestimmt zwanzig Jahren nicht getan habe: ich bin ins ortsansässige Freibad. Mein Mütchen stand auf Vendetta und wo könnte man es besser abkühlen als im ebensolchen Nass?
Das Freibad war eigentlich pleite, vermutlich war das Chlor zu teuer. Also wurde es kurzerhand in ein Naturbad umfunktioniert, das sich aus einem kleinen Flüsschen speisst.
Ich hatte ausreichend Zeit und Gelegenheit zu beobachten, wie sehr die Zeit still steht (solange ich nicht an mir herunter blicke), denn ins Wasser konnte ich nicht, das war definitiv zu kalt.
Auch wenn die Temperaturen andalusisch waren, also für den andalusischen Mai, so war doch das frische Wasser einfach zu frisch. Die eingeborenen Schildbürger haben dies in keinster Weise bemerkt und fröhlich geplanscht, geschwommen und sind vom Turm gesprungen - eigentlich mehr gesaltot.... aber auch mit kalter Vorbereitungsdusche war es leider zu kalt für mich.
Drum lag ich also auf meiner Picknickdecke, mit gähnend langweiligem Krimi und schaute dem Treiben zu.
Am Beach, die jungen Muttis mit wonnigen Kleinen, die Sand ins Naturbad schippen dürfen und jeder Mutti springt Stolz und Glück aus den Augen.
Die jungen Mädchen und die jungen Jungs werfen einander kecke Blicke zu, die einen lang und dünn, die anderen klein und rund, aber alle Blicke gleich begehrlich. Mädchen tauschen Geheimnisse aus, die Jungs zeigen ihre Kampfsportübungen und die Jungs, die noch keine richtigen Jungs sind, spielen Fußball.
Ältere Herren werfen auch begehrliche Blicke - nicht mehr in meine Richtung - sondern in die der jungen Mädchen und ältere Muttis beobachten ihre Töchter.
Es wird gebalgt und gebalzt, geschubst, geschaut und ein Arschbombenwettstreit nimmt kein Ende. Eigentlich so wie damals, als ich noch gebalgt und gebalzt habe.
Derweil findet sich Blogerschaft aus Österreich im Maindörfli ein. Ein steppender Hund, ein virtualer Mono... die vergnügen sich jetzt da im Biergarten. Das ist jetzt richtig blöd.... knoblauch- und tanzerprobt (am besten ist beides am gleichen Abend, dann hat man die Tanzfläche für sich) findet sich die große weite Welt im Maindörfli ein und ich sitze in Schilda, das ist dort, wo die Zeit still steht. Oder umgekehrt.
Ich weiß nicht mehr genau - zuviel Sonne einfach :-)

Montag, 3. August 2009

schlagzeilen....

führen zum selben ergebnis bei mir, wie deutschlands assi-tv. also gut. irgendein zirkusdirektor lässt seine pinguine in einem allgäuer see baden. hierfür führt er die notwendigen papiere mit, falls er kontrolliert wird.
was lernen wir daraus?
wenn du schon als zirkusdirektor, der eigentlich ein professioneller tierquäler ist, ein herz hast und deine pinguine baden lässt, dann musst du immer noch mit dem europäischen kontrollbedürfnis rechnen. ich mag es nicht "deutsches kontrollbedürfnis" nennen, denn seien wir ehrlich, der rest europas ist nicht weniger bürokratisch und kontrollfreudig.
egal wo wir uns bewegen, wir müssen papiere vorzeigen, in röhrchen blasen, lästige fragen der nachbarn und sonstiger leute beantworten, steuerunterlagen bereithalten ebenso wie kacktütchen für den hund, lassen uns unterwegs von allerlei kameras filmen und zensursula möchte nun, nachdem ab morgen die pornoseiten gesperrt werden, ihren feldzug natürlich gerne ausweiten.
klar.wir werden sklaven moderner möglichkeiten und kein arsch macht etwas dagegen. geht auch nicht mehr. der zug ist abgefahren.
was lese ich noch?
weil bei der kommenden wm die hotelbetten in südafrika zu knapp werden könnten, kauft herr kirch schiffe für die gäste. na, da wissen wir doch wo unsere gez- und andere gebühren hingehen.
a*di und *idl stossen an ihre wachstumsgrenzen. na das verblüfft mich jetzt, wo ich doch gerade darüber nachdachte, an das ewig währende wachstum zu glauben. aber gut, wie hirschhausen sagt, wäre in der natur dieses phänomen als "krebs" zu bezeichnen.
ich persönlich frage mich, was die leute eigentlich fressen (sorry, das kann ich nicht anders ausdrücken), wenn sie nicht mal mehr zu den discountern gehen. die ärgern mich sowieso, weil ich der festen überzeugung bin, dass diese schnäppchengeizistgeil-mentalität zum desaster inkl. mulitnationaler konzerne überhaupt erst führen. es wird nicht mehr lange dauern und wir futtern seulent green, dankbar, dass gott konzern uns diesen für unsere harte arbeit noch zuteil werden lässt.
bis ich verhungere, sponsore ich den biobauern umme ecke und spende dafür weniger für hungernde kinder. perverse welt.
nur mal gut, wenn es die kleinen, feinen privaten fluchten gibt, mit echten menschen, so völlig neurosenfrei und inmitten von schreienden windhunden oder möchtegernwindhunden, inmitten von grillwürsten (ich mache eine no-schweinefleisch-ausnahme), von lachen und verstehen, so ganz ohne drumherumgeschwafel.
nur mal gut, dass ich mich gerade inmitten der kleinen fluchten befinde und eigentlich schlagzeilen ja auch nicht lesen muss.

Samstag, 1. August 2009

what...

a perfect day...
mehr gibts dazu nicht zu sagen.
naja... morgen vielleicht :-)
frl. möchtegernwind und ich sind müde, der herr rosmarin hat sich in ein behaartes girl verliebt und ...
ich wollte ja eh still sein.

Donnerstag, 30. Juli 2009

kautsch...

ist überhaupt ein vortreffliches neues wörtchen, das ich soeben lernen durfte.
derweil liegt meine to-do-liste erschöpft am boden, etwas resigniert, weil meine wenigkeit den urlaub begonnen hat, ohne eben jene zu würdigen, geschweige denn abzuarbeiten.
damit ich mir das holidayfeeling nicht vergälle, gelobe ich, morgen brav zu sein und die to-do-list abzuarbeiten (falls mir nicht anderer unfug einfällt).
frl. hund, die wirklich aussieht wie Sid (ice age) charmiert alte damen. das freut mich immer, weil den völlig unbekannten damen das herz aufgeht. sie wissen nicht, dass das fräulein alles schwanzwedelnd und lachend liebt, das weiße haare hat.
hat was mit ihrer kindheit, dem mainufer, alten damen und fleischwurst zu tun.
egal.
ich treffe verabredungen mit freundinnen und überlege, in die lokalpolitik zu gehen, einfach, um etwas farbe ins graue schilda zu bringen. andererseits könnte ich auch kluge anfragen an die ortsansässigen verbände stellen, um mal beim löwenclub eingeladen zu werden.
um genau dies wiederum nicht zu tun, schaltet sich allerdings mein verbliebenes resthirn ein, das mich gemahnt, nicht allzu albern übermütig zu werden und drum suche ich halt am duft von lavendel im garten.
der lavendelduft ist reinigend genug, um mich von den einflüsterungen der putzfrau hinsichtlich polnischer ostseeimmobilien zu bewahren. ansonsten führe ich den aussichtlosen kampf, ostwestfalen ein minimum an höflichkeit beizubringen.... etwa den radfahrern oder joggern im wald, die selbstverständlich mit herabhängenden mundwinkeln in kauf nehmen, dass hund und ich zur seite springen, wenn sie kommen. kein danke, kein lächlen. kann doch nicht wahr sein, oder?
oder ist deutschland wirklich so wie im assi-tv? egal.
der steuerberater macht auch urlaub, das nimmt einen punkt von der to-do-list.
ächz.
sehnsuchtsvoll blicke ich auf meinen noch unausgepackten koffer, der - aus trotz, zugegeben - ausschließlich sommerfähnchen beinhaltet. ich will hitze. mindestens dreissig grad. schwitzen. mindestens fünfundreissig grad. stöhnen. mindestens vierzig grad... und an den hauswänden entlang schleichen.
schade, dass andalusien so weit weg von hier ist.

Dienstag, 28. Juli 2009

ich muss mich beeilen...

mit diesem blogeintrag.
denn ich war shoppen heute.
dies wiederum liegt daran, dass ich gestrig den vorgarten auf vordermann brachte und heute also meine beine auf gar gar keinen fall in die hocke bringen kann.
schwerer muskelkater treibt mich also ins shoppingcenter meines begehrens, denn laufen und stehen geht noch.
also brauche ich was zum stehen
und habe mir eine heckenschere gekauft.
mit meiner neuerwerbung habe ich sogleich einen kleinen teil der rießigen hecken vorgenommen.
dafür zittern nun meine arme.... und ich vermute, morgen kann ich nur noch die lachmuskeln bewegen.

und überhaupt....

Hunde, sind unsere Verbindung zum Paradies. Mit einem Hund an einem herrlichen Nachmittag an einem Hang zu sitzen kommt dem Garten Eden gleich, wo Nichtstun nicht Langweile war - sondern Frieden. (Milan Kundera)

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