Freitag, 2. Juli 2010

Ganz normal.....

Aufwachen, mit Mann und Hund schmusen, Kaffee kochen, Toast mit Schlagzeilen und Lokalem.
Aufbruch in den Park zwecks Hund entleeren und mit Nachbarn Schwätzchen halten. Es geht um Gicht und Zecken, um Fußball und um Kirschen.
Wieder zu Hause… mit dem Hund schmusen, geistreiches in power points absondern und mit Freundin via Telefon parlieren. Kichern und Vorfreunde auf das gemeinsame Laufen am Fluss.
Ins Auto einsteigen und von Psychopathen hören. Brüste abschneiden, vergewaltigen, Komissare drehen durch, lassen ihre Kinder unbeaufsichtigt, schlafen mit Frauen, die von Psychopathen profitieren und auf dem elektrischen Stuhl landen.
Aussteigen, am Flüsschen mit der Freundin laufen, parlieren, Füße und Hunde baden, Kochrezepte austauschen.
Wieder rein ins Auto und erneuten Vergewaltigungen, Kindesentführungen und klaustrophobischen Erdkellern lauschen.
Essen machen, lustige Vaterschaftstests anschauen, einschlafen.
Einen Liebesbrief schreiben und gut gelaunt ins Auto, um in den Wald zu fahren.
Lauschen: Leichen mit Puder bestäuben, Messerattacken und ein Polizist tut dem Psychopathen Rattengift in den Tee.
Aussteigen und Natur genießen. Es riecht nach Jasmin und Reiterinnen kommen fröhlich grüßend vorbei.
Alles normal wahnsinnig halt.

Montag, 28. Juni 2010

offenbar bin ich erwachsen geworden....

denn anders kann ich es mir nicht erklären, dass es mir mittlerweile gelingt, die calciumtabletten vor der sonnenallergie ein zu werfen.
erwachsen sein heißt also, die sonnenplattern vermeiden zu können.
derart gereift stelle ich jedoch fest, dass es vieles gibt, was ich nicht wusste und diese tage lernen durfte:
1. bei der hitze ist es ganz ganz blöde, die nudeln vom vorvortag wieder aufzuwärmen. die können nämlich schlecht werden.
2. meine siesta nach dem essen enthielt den gedanken "ich bin kein typ der kotzt".... ich ging dann aber doch....
3. die verdorbene pasta bahnte sich ihren weg heftig und schnell durch alle möglichen körperöffnungen.... hinaus ans licht.... in die freiheit.... zur sonne.
bahnbrechend für mich die folgende erkenntnis...nachdem ich merkte, dass lachen schmerzt...
4. ich bin nicht lungenkrank.... sondern heftiges erbrechen erzeugt muskelkater.
5. im letzten leben war ich ein pferd... den magen hab ich mir hier rüber gerettet, es geht mir wunderbar. der weltbeste herr ro hingegen..... au weh.....
6. wenn man mit zehn deutschrussen fußball schaut, sind fünf frauen deutlich lauter und im kommentierungsfieber, das an wahnsinn grenzt, während die herren und ich eher lippenbeissend schweigen und gelegentlich mal "jau" hervorbringen.
7. eine wirklich schöne tradition haben wir ins leben gerufen: bei jedem deutschen tor, muss mindestens einer in den pool.

jau

Donnerstag, 24. Juni 2010

eigentlich....

wollte ich ja Ghana die Daumen drücken.
Aber das Fräulein fand dies unpassend, und also bangten wir für die Germanen.
Umso schöner, dass nun beide weiter spielen dürfen ....
und äh.... ja..... sorry....
ich habe ein paar Tage frei, es ist Sommer und es ist WM....
....
daher kommt hier natürlich nix gscheits.

Montag, 21. Juni 2010

...

... aufgrund eines herben lese-anfalls komme ich gerade nicht zum bloggen.
*trollt sich ins bett*

Sonntag, 20. Juni 2010

Alles Eins...

Netzsurfer, und Blogger,… vermutlich waren sie früher und sind es heute noch, Kaffeehausbesucher.
Im Kaffeehaus sitzen oder im Eiscafé und Fetzen auffangen, von vorbei eilendem Leben.
Lauschen
„…die Vorlesung ist soooo geil, macht echt voll Spaß“
“Ey baby, isch mach das, echt jetzt, voll, isch mach das….” spricht der junge Türke mit der Baseballmütze zu seiner Freundin und verlässt rülpsend den Tisch, um sich zu erleichtern.
„das sind Männerthemen für gemeinsame Räume am Männerabend….“ sagt eine der vier Frauen zu dem Mann mit Bart, der sogleich zaghaft verstummt.
„Aliens, alles Aliens…“ philosophiert der Student mit den lila Haaren.
Ein Spatz kommt zum Fototermin…
Mutter und Tochter spazieren vorbei… „gehst Du mal zur Kultur-Arena?“
„… klar, ich geh auf jeden Fall zum Katzenjammer-Jam“.

Ein Mann mit Piratenkopfbedeckung trägt eine Pizza nach Hause,
oder an Bord seines Piratenschiffes, das vermutlich an der Saale liegt.
Die Dame, die sich gestern volltrunken im Biergarten meines Hotels nieder ließ, ist nun nüchtern und entert den Thai meines Vertrauens. Bevor sie die Speisen sucht, klärt sie die Getränkekarte… „well, I’ll take one mor beer, a large one, yes“.
Ein Paar am Nebentisch plant seine Hochzeit. Sie, ist eine sinnlich blonde Schönheit, er, ein kleiner kugelrunder Mann mit Bart. Sobald ich die Augen schließe, finde ich seinen Reiz. Er erzählt ganz wunderbar, fragt nicht aus, sondern voller Interesse….. Seine Stimme ist schöner, als die Optik von George Cloony.
Ich erbitte ein Reiskorn vom Nachbartisch, um dem bettelnden Spatz eine Freude zu bereiten.
Der Nachbartisch zweifelt an meinem Verstand. Das tue ich auch.
Hochschwangere junge Frauen stolzieren mit großen, ausladenden Bäuchen durch die Gasse und man sieht, womit sie die letzte dunkle Jahreszeit begonnen haben.
Derweil trinkt sich die gestrig volltrunkene Dame erneut ein und lächelt, unabhängig davon, was ihre Begleiter erzählen. Statt der verlangten Rechnung bringt mir die Thaifrau ein weiteres Glas Wein. Auch gut, dann zahle ich eben später.
Der Spatz öffnet den Schnabel und schaut mich herausfordernd an. Ich picke die Petersilie aus dem Aschenbecher, aber die mag er nicht. Irgendwo singt ein Chor und ich bin glücklich.

jena

Nach nun sechs Wochen herum fahren und arbeiten, werde ich nächste Woche frei haben.... unglaublich.....

Sonntag, 13. Juni 2010

far far away....

....ist schon wieder far away.....
samstäglich noch.... sangen wir mit dem freundlichen gitarristen jenes....



... und feierten den 50. geburstag eines freundes. zugegeben.... das gebe ich nicht gerne zu, dass ich so alte leute kenne.
feix.
und schön war es. so ein hellblaues sommerloch auf einem weingut im rheingau
es ist ein fest der stabilität.
weil eben einer 50 wird.
weil eben jener seit 25 jahren mit meiner schulfreundin verheiratet ist.
weil eben jene seit 34 jahren meine freundin ist.
weil eben einige andere eben schon so lange freundinnen sind.
weil wir eben schon immer gerne guten wein und gutes essen genossen haben, während wir alte songs absingen und mit den liebsten im mondschein tanzen.
nun gut...., mit der stabilität bin ich ansonsten aus der reihe getanzt, aber irgendwer muss ja das schwarze schaf geben.
also habe ich den job großzügig übernommen.
ansonsten.... alles friedlich.
so wie immer.
schön.
nur bequemer.... weil wir es uns grad leisten können.
während wir grauen burgunder trinken, vom buffet naschen und den mond ansingen, parlieren wir über's älter werden.
die 50 und 60jährigen behaupten, sie würden nicht weiser, sondern dünnhäutiger, empfindsamer und unsicherer.
genau das habe ich auch befürchtet in den letzten jahren.
geht mir auch so.... obwohl noch nicht 50.
ich überlege ernsthaft, meinen 50. zu feiern. in einigen wenigen jahren. wurschtegal. blunzwurscht.




wir feiern, tanzen, singen, schlemmen..... bis die nachbarin des weinguts auftaucht und uns schreiend daran erinnert, dass es menschen gibt, die es einfach nicht ertragen, wenn andere sich vergnügen.
macht nichts.

wir fallen ins bett und die dame von der weiß getünchten wand gegenüber erinnert uns daran, dass auch mit 50, 60, 70, 80 das leben in keinster weise vorbei oder gar langweilig ist.



gut so.
denn kaum zu hause, mehren sich die todesfälle.
die frau meines nennonkels, dieses bezaubernd kapriziöse, versoffene wesen, hat ihn nach 60 jahren für gottvater sitzen lassen.
die mammmmmmaaaaa.....meiner freundin, die uns einst - als wir 14 waren - das strippen beibrachte hat in den himmlischen club gewechselt und der bäckermeister vom main, der allmorgendlich (im sommer) seine 500m mit den walkingstöckchen lief, während seine frau auf dem balkon das frühstück anrichtete, wird nun nicht mehr auftauchen.
zuviel sterben im frühsommer.
nur gut, dass mich das fräulein auf trab hält und heute einfach verschwindet. nach 45 minuten warten auf dem feld habe ich fast abgeschlossen. ich höre das sirenengeheul von der nahegelegenen autobahn und schließe innerlich mit unserer beziehung ab.....
als mir ein paar vorwitzige girls mit meinem fräulein an der leine entgegen laufen. sie haben es nur gut gemeint.
ohne fürsorge, wäre das fräulein von der hasenwilderei viel früher wieder bei mir gewesen, aber die girls hatten mitleid. vorgeblich mit dem hund......
naja...

Donnerstag, 10. Juni 2010

wie ein fahrzeug der notrettung....

würde heidi, das klümchen klingen, meint meine freundin beatrix.
recht hat sie.
während ich den hund um das arbeitsamt zerre, zur letzten pillerrunde, haben die wimpelläden noch offen.
glücklicherweise sind wir hier in der großstadt und sie haben wirklich wimpel und fahnen jeder nation.
frankfurt bereitet sich auf die fussball-wm vor und ich .... nun ja.... ich jetzt auch. allerdings ohne wimpel.
heute trudelten bereits die ersten mails zweier studenten ein, die höflichst nachfragen, ob wir gewisse termine verschieben können. ich bin irritiert.
die gestrige party am mainufer anlässlich des jp-morgan-laufs ist leider komplett in monsumartigen regenfällen verwässert, während das hundefräulein bibbernd unter meinem schreibtisch um ihr leben kämpfte.
it's party-time.
am wochenende feiern wir im rheingau den geburtstag eines freundes (und werden vermutlich gelegentlich nach einem fernseher ausschau halten.... nur mal so.... ganz kurz in die wm schauen) und überhaupt müssen wir jetzt feiern.
egal was.
sei es die wm.
sei es irgendeinen marathon (ach ja, da fällt mir ein: am 4. juli tobt hier der ironman).
wir können auch den zweiten sonnenbrand feiern, oder die geburt eines kleinen mädchens im freundeskreis, wir können die genialste rindswurst feiern oder die tatsache, dass die welt sich weiter dreht, egal was für einen mist wir verzapfen.
jetzt aber feiere ich erst mal das unwetter, das erneut tobt. der main sieht aus wie das meer im sturm. lange, große wellen wirft er, die straße steht unter wasser und ich habe in letzter sekunde die hauswurz vom minibalkönchen gerettet.... die läge jetzt sonst zerschmettert am boden.
heia safari.
aber hauptsache ist, wir genießen und feiern den sommer..... denn ich habe eine ganz ganz schlechte nachricht für euch:
in gut zwei wochen werden die tage wieder kürzer.

Montag, 7. Juni 2010

Krawumm.....

macht es zum Ende dieses wunderbar heißen Tages.

Ich bedaure, dass das Wetter kein Dienstleistungsunternehmen so wie etwa ein Pizzaservice ist.
In diesem Falle würde ich täglich heftigen Sonnenschein bestellen, gebacken in 30 Grad blauem Himmel,
verfeinert mit Brunch in feiner Gesellschaft und zum runterspülen ein allabendliches Gewitter.
Jenes spült vor allem die vielen Spaziergänger und Picknicker vom Main wieder zurück in ihre Stadtviertel und hier kehrt zufriedene Ruhe ein.
Tagsüber mag ich sie. Die Mädchen tragen silberne Sandaletten und die Jungens lassen die Flipflops slitschen.
Sie küssen und sie streiten sich, zeigen glatte Bäuche und große Ohrringe, schieben die Kinderwägen, bespassen die Hunde
und auf dem Fluss kreuzen die bunt beleuchteten Ausflugsdampfer zur Beschauung der Skyline.
Aber damit ich bei offenem Fenster schlafen kann, ist so ein Gewitter ein Segen….




Jetzt Koffer packen, morgen geht’s gen Osten für einige Tage. Fenster öffnen…. und dankbar sein….

und überhaupt....

Hunde, sind unsere Verbindung zum Paradies. Mit einem Hund an einem herrlichen Nachmittag an einem Hang zu sitzen kommt dem Garten Eden gleich, wo Nichtstun nicht Langweile war - sondern Frieden. (Milan Kundera)

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