Dienstag, 4. Oktober 2011

fleißig....

bin ich....
ich arbeite
ich reise
ich arbeite...

ro-klein

Mittwoch, 28. September 2011

ich bin ja immer ganz beklommen....

.... wenn ich beim autofahren an den schweinetransporten vorbeifahre.
eigenartiger weise sind es immer schweinetransporte.
kommen unsere rinder alle schon tot aus polen? wieso eigentlich sehe ich nie rindertransporte???
na.... mir wird immer übel. ich denke ja, dass man ein viech, das man nicht selbst erledigen kann, auch nicht essen darf.
das nehme ich mir auch immer brav vor. und gelegentlich im supermarkt meines vertrauens, werde ich schwach.
da landen, wie von zauberhand.... denn ich kann's nicht gewesen sein, doch gelegentlich wurst und putenschnitzel im einkaufswagen. schwein esse ich eh nicht.
nun aber, habe ich tofu-cepavcici im körbchen gehabt.
und.... sie sind so sehr zu tode gewürzt, dass ich sie essen kann. ich würze ja auch alles zu tode.
also komme ich meinem plan, kein fleisch mehr zu essen, langsam näher.
gelegentliche ausnahmen und rückfälle gestehe ich mir natürlich zu.
....
die fette entzündung im oberkiefer macht mich leider nicht schöner, wenn ich morgen meinen lieblingsworkshop halten werde. totes fleisch hin und veggicevapcici her.

gibt es noch leben eigentlich....

in großstädten wie frankfurt oder städten wie bielefeld?
das wäre schön, denn dann könnten örtliche anpassungen an jenes (pfeil nach unten)
...

...
stattfinden.
ich lach mich einfach schlapp über soviel witz ....
(dankt herrn schneck für die lacheskapaden der letzten 30 stunden und eh für mehr)

Dienstag, 27. September 2011

Montags...

…..beruhige ich mich meistens wieder ein bisschen. Die Stadtreinigung kehrt die Scherben des Wochenendvergnügens weg. Die flanierenden Massen sind wieder in die Hasenkästen der Vorstädte und in ihre Büros zurück gekehrt. Eine verlassene Bank mit einem Ensemble aus Proseccoflasche, roter Rose und gebrauchtem Kondom rührt mich. Was mögen die Nutzer dieses Ensembles heute wohl tun, was denken sie über das Wochenende. Und war’s das wert?
Das TV beruhigt sich auch wieder. Keine Action sondern Fragen zur Internetsucht und der Therapie, die von kontrolliertem Gebrauch als Ziel ausgeht. Das Vergnügen gönnt man den Trinkern nicht. Von ihnen wird lebenslange Abstinenz verlangt. Im Falle Internet ginge das nicht, meint der Experte, denn man bräuchte es heute zum Leben. Na Servus. Doppelmoral und Wischi-Waschi-Argumentationen. Den Experten wirfts keiner vor, dem Papst immer wieder gerne. Aber gut…. das Thema hatten wir ja gestrig schon. Nun, wo der Papst wieder nach Hause geflogen ist (ups…. da schleicht‘s sich wieder ein) werden wieder gepflegte Wissenschaftssendungen verbreitet, die nach Alters- und Krebsgenen suchen. Ich lerne also, dass der Kolkrabe durchaus 90 Jahre alt werden kann, der Hummer kann 100 werden, so ihn keiner vorher verspeist, der Grönlandwal kann 200 Jahre auf dem Buckel haben. Und dann suchen sie und suchen sie….. anstatt die Bedeutung von Zeit zu hinterfragen.
Der Energieverbrauch sei entscheidend fürs alt werden. Ah ja…. irgendein arktischer Schwamm kann 10.000 Jahre alt werden… na…. und….hatte er dann ein erfüllteres Leben als die Eintagsfliege? Ich glaube nicht. Wir rennen wie die Idioten hinter völlig falschen Fragen her und versuchen Gott zu spielen, weil jener uns ein komplexes Hirn gab. Ob’s das Experiment wert war? Vermutlich.
Denn wir haben ja Poesie und Herz auch, jenseits all des Wahnsinns.

Sonntag, 25. September 2011

Fülle....

....

….
Wenn ich aus irgendwelchen Hotels aus irgendwo komme, den BH schon im Auto verschleudere, das Hundefräulein von Pflegefrau abhole und nach Hause fahre, wäre eigentlich alles perfekt. Vorausgesetzt, es handelt sich nicht um einen Freitag.
Freitags – und samstags auch; und sonntags auch – ist im Maindörfli die Hölle los. Schon bei der Parkplatzsuche geht mir die Galle über. Alles voller Leute, Autos, Radler, Menschen, Menschen, Menschen und überall Menschen. Da bin ich empfindlich. Nach vielen fremden Menschen, mit denen ich gut Freund werden durfte und musste, bin ich froh, wenn ich meine Ruhe habe. Dass sie dann überall herumspazieren, flanieren, sitzen und überhaupt irgendwie anwesend sind, irritiert mich zunehmend und schmerzlich. Sie sind mir zu viel und zu viele.
Wenn ich dann frisch ausgeschlafen, samstags am Mainufer herum schlürfe und gefühlte tausendfach beherzt mit dem Hund zur Seite springe, um nicht umgefahren zu werden, um nicht in die Scherben der „thanx-God-it’s-friday-party“ zu treten, um nicht über ein Kaninchen zu stolpern….beginne ich unnötig und völlig effektfrei mich mit den Radlern anzulegen, die mit 20 bis 30 km/h die Bürgersteige zu ihrer eigenen Freiheitszone ausrufen. Ich träume von einer fahrradfreien Zone in der Innenstadt, von einer Polizei, die nicht nur Hundebesitzer bei irgendwelchen Übertretungen zu erwischen versucht, sondern ein Tempolimit für Fahrradfahrer kontrolliert. Nichts da.
Ich flüchte. In ein wunderbares Abendessen mit meiner großen Jugendliebe. Ich flüchte aufs Land, ins Grüne, in die Sonne und Sonntags flüchte ich ins „so-tun-als-ob“.
Also tu ich so, als ob ich Tourist wäre. Flaniere am Mainufer und wundere mich über die Rücksichtslosigkeit der Radterroristen. Ich gehe ins städtische Museum Schirn, betrachte Kunst zu Geheimbünden, nehme einen Kaffee und erwerbe Mitbringsel, die zu Weihnachtsgeschenken werden. Dazwischen hält mich der Papst bei Laune, dessen freundliches unermüdlich vorgetragenes, liebevolles Wertesystem so gar nicht mehr in unsere Zeit zu passen scheint. Ich mag ihn zunehmend und mich nervt die Berichterstattung der neunmalklugen sog. modernen Journalisten. Dieser selbstgerechte Scheissdreck, wie sie mit ausgestrecktem pseudointellektuellem Zeigefinger auf vermeintlich Reaktionäres zeigen, anstatt sich auf Spiritualität und Werte auch wenigstens nur ein einziges Mal einzulassen. Wurscht. Wir gehen eh unter. Auch wurscht.
Ich freue mich, an meinem kleinen Glück. An Jugendlieben, versäumten Anrufen (tausendmal sorry an VM), am kochenden Herrn Ro im Teuto, an den weltbesten Eltern, an meiner Freundin, die noch lebt und wir haben so sehr beschlossen, dass sie 2012 noch leben wird, an den Zwergen in den Bäuchen zweier anderer Freundinnen und an meiner Unfähigkeit, pünktlich im Dom anzulanden, um heimlich den Katholiken beim Gottesdienst zu lauschen. Ich habe ja immer gern eine große Klappe, aber wenn ich um 10.05 keuchend am Dom anlande, traue ich mich nicht mehr rein. Also wandere ich ins Museum. Auch gut.

Ps: na wenigstens etwas:
http://www.blablameter.de/index.php
.... heißt.... wenigstens:
Ihr Text: 3074 Zeichen, 457 Wörter
Bullshit-Index :0.08
Ihr Text zeigt keine oder nur sehr geringe Hinweise auf 'Bullshit'-Deutsch.

Montag, 19. September 2011

zur vermeidung von finanzkrisen

..... bin ich on tour.

work

Mittwoch, 14. September 2011

erläuterungen zur finanzkrise

...

Montag, 12. September 2011

So oder so

lazy sunday.... wunderbar..... stundenlang mit nackten füßen und rasendem möchtegernwindhund nebst weltbester mutter durch die nidda-auen geschlürt.
seit dem fast-zusammenbruch werde ich freundlich bewacht, verwöhnt und blutdruckvermessen. die nikotinreduktion und die muckibude zahlen sich zumindest am messgerät aus.
auch wenn ich nachmittags im gewitter losrenne, während der vater mit dem hysterischen hund unter einem baum wartet, um das auto zu holen (weil der hysterische hund bewegt sich nicht mehr, sobald ein donner kracht und der kopf ist zu schmal, als dass sie nicht aus jedem halsband rauskäme,... gewalt hilft also nicht).... merke ich, dass ich einfach so zehn minuten durch den wald renne, ohne mir die lunge oder das leben aus dem leib zu kotzen.
abends eine alte freundin getroffen. seit fünf jahren haben wir uns nicht gesehen.... und wie immer mit guten alten freunden ist es so.... als hätte die zeit dazwischen nicht existiert.
den stress der letzten woche, werde ich morgen ablegen und gen schilda in den teutowald düsen. eine lazy woche und dann wieder ein paar herbe wochen in irgendwo in dieser republik mit irgendwem, wo ich witzig, charmant und klug sein werde.
eigentlich alles am platz... seit ich auf dem coelhoblog (http://paulocoelhoblog.tumblr.com/) las:

If you think adventure is dangerous, try routine. It is lethal.



...

Sonntag, 11. September 2011

Alarm....

.... ich sitze tanzend und pfeifend und singend im Auto.... als ich vom Süden gen Maindörfli fahre.
Ins Bett fallen, dem Universum dankend, dass wieder alles gut gegangen ist. Zugegeben,..... das Verarzten der Stinkstiefel wird mir zunehmend anstrengend, andererseits habe ich nach 20 Jahren Selbständigkeit ein gutes Händchen....
Tiefschlaf, lachend aufwachen, Kaffee, Hund abholen. Saltos, Lachen, Küsse... und ab in den Supermarkt meines Vertrauens, der direkt gegenüber vom größten frankfurter Polizeirevier liegt. Es ist heiß. Um elf Uhr in der Früh schon fast dreißig Grad. Also Tiefgarage für den Hund und fröhliche Rolltreppe rauf für mich.
Im Supermarkt schnapp ich das Einkaufskörbchen und flugs gehts zum braunen Zuckergetränk, als ich die Hand danach ausstrecke.... höre ich die Frauenstimme vom Band... aus dem Off : "Sehr verehrte Kunden, aufgrund einer technischen Störung bitten wir Sie, das Gebäude unverzüglich zu verlassen".... Na Super, denke ich. Cxla zurück.... und wie immer.... statt Panik erst mal Nachdenken und Organisieren: Der Hund sitzt im Parkhaus. Jenes ist unter dem Supermarkt.... falls also.... na wir sehen ja seit Tagen die Feierlichkeitsrituale anlässlich des 11. September.... na vorsichtshalber.... also laufend zum Ausgang.... der Hund muss aus dem Parkhaus unter dem Markt. Als ich den Ausgang erreiche, sehe ich die Securities und den Marktleiter mit ihren Walkie-Talkies. Ich schnappe das Wort "Fehlalarm" auf.... und vertraue. Also Zuckergetränk zurück in den Korb und weiter durch die Regale wandern. Ich wundere mich, dass ich dem "Fehlalarm" mehr traue, als dem nun ewig laufenden Band, das uns zur soforigen Flucht auffordert.
Alles juuut... und weiter gehts. Heimwärts. Dann Copyshop... dann Innenstadt, um weiteres für die nächsten Wochen zu organisieren. Schon im Copyshop meines Vertrauens wird mir schwächelnd. Wurscht. Weiter. In der Fussgängerzone holt mich das Schwächeln ein.
Wieder keine Panik, nur Organisieren. Also rufe ich die weltbeste Mutter an: " Mir ist elend, kann sein, dass ich umkippe.... ich melde mich jetzt alle 30 Minuten" seufze ich ins Telefon und strecke mich auf der nächsten Bank nieder.
Ich komme nicht mehr hoch. Im halbminutentakt drohe ich wegzukippen.... mir fällt der Hund ein und meine gefüllte Handtasche... also wieder Telefonat: "Wäre doch besser, wenn jemand von Euch kommt.... falls ich umkippe liegt ja hier die Handtasche und zu Hause der Hund muss auch bald raus... ich sitze da und dort". Es kribbelt in Füßen und Händen, mein Hirn droht mich wegzuknipsen. Ich halte die Augen offen und frage mich, ob das ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall oder einfach ein Kollaps wird. Der Tag ist gelaufen.... denke ich mir.... und zähle die Minuten, bis der weltbeste Vater auftaucht und eine weitere halbe Stunde mit mir auf der Bank verbringt. Irgendwann ist klar, dass ich nicht hochkomme und er winkt ein Velotaxi herbei, dass uns zu mir nach Hause bringt.
Wasser, Essen, ins Bett fallen....
Beim Aufstehen merke ich, dass mir die Stimme abhanden kommt.... ahaaaa..... denke ich mir. Es ist nur das Ozon. Das habe ich noch nie vertragen.
Alles wieder juuuut.... jedenfalls.... und am Ende des Tages merke ich.... wie leicht ich zur Not gehen könnte.... vorausgesetzt, alles ist organisiert.
Nun gut.... zwischendrin habe ich gelobt, ein besserer Mensch zu werden.

und überhaupt....

Hunde, sind unsere Verbindung zum Paradies. Mit einem Hund an einem herrlichen Nachmittag an einem Hang zu sitzen kommt dem Garten Eden gleich, wo Nichtstun nicht Langweile war - sondern Frieden. (Milan Kundera)

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