Freitag, 4. November 2011

als ich das erste Mal...

....das Internet betrat, klopfte mir das Herz bis zum Hals.
Es muss so um 1996 herum gewesen sein.
Bei jedem Klick taten sich neue, schnelle Welten auf und surfen war noch richtig teuer. Damals gab es noch keine flats, und das Surfen wurde im Minutentakt auf die Telefonrechnung geschrieben. Da kam so manche D-Mark zusammen.
Heute, viele Jahre später, bewegt man sich wie selbstverständlich in den unendlichen Weiten des Netzes. Ich fand dort den Mann meines Herzens, ich fand richtig enge Freunde, ich beziehe Kleidung, Bücher und Hundefutter aus dem Netz....
und ich fand sie....

santanababy

....die heute bereits 8 Jahre alt wird.

poekl3

Ich bin reich geworden, durchs Internet :-) und gehe jetzt Leberwursttorte machen :-)))

Dienstag, 1. November 2011

staunend....

schaue ich in den morgenhimmel....

morgenhimmel

.... staune über magische geschichten, staune über meine kunden und studenten, staune über die rasende zeit und .... komme grad einfach nicht zum schreiben.
solange ich aber noch staunen kann, ist alles jut.

Sonntag, 30. Oktober 2011

Der Herr aus Berchtesgaden..... und ich....

wir haben ein unterschiedliches timing.
Ich kenn mich ja eh aus.... pah.... Pfau... und jette gerade durchs Internet, auf der Suche nach interessanten Keynotspeakern meiner Profession.
Einige sind richtig gut, andere verpacken Allgemeingut in lebhafte Vorträge. Nun gut. Wenn's der Wahrheitsfindung dient.

Durch Zufall, wie's das Internet halt so will, lande ich bei allerlei Hypnoschnickischnacki und springe auf die Blitzentspannung an.

Offenbar, kann ich viel blitzschneller Entspannen, als der Herr aus Berchtesgaden mir, dem anonymen User, zutraut.

Ich hab die Augen schon zu, als wir noch die Faust ballen. Ich sause schon im Fahrstuhl hinab, von 100 auf 0, während er noch bei 97 ist.
Macht nix.
Falls Sie heute abend noch etwas Prickelndes vorhaben, schauen Sie auf keinen Fall das utube an :-)

Kichernd und entspannt, grüße ich in die Runde.

Dienstag, 25. Oktober 2011

klappe zu...

affe tot... dachte ich vor zwei wochen, als das eiphönchen mit seinem eigentlich tollen fotoapparat den geist aufgab. also genau genommen, gab ja der fotoapparat seinen geist auf.
und vermutlich hatte er wirklich seinen geist aufgegeben, auch wenn man das schnöder software nicht wirklich nachsagen kann, das sie einen geist habe.
als ich heute morgen um acht (!!!!) - und nicht wie die letzten wochen um sechs - die äuglein aufschlug, leuchtete mir der frankfurter dom in grellem orange entgegen. sooo schön sah er aus.
seufzend griff ich zum eiphönchen und hauchte.... "ach wenn du nur wieder funktionieren könntest".
ich knippste, wie häufig in den letzten tagen hoffnungslos das fotoapp an.... und siehe da.... es funzt wieder.
offenbar hatte das auge meines phönchens einen burnout.
es hat einfach den dienst verweigert, zwei wochen relaxed... und ist nu in alter frische wieder da.
verstehe das, wer kann.

PS... aufgrund des Wunsches eines einzelnen, hoch geschätzten Herrn... hier der unbearbeitete, orangefarbene Dom

dom

Sonntag, 23. Oktober 2011

Vor 11 Jahren begann ...

…. ich meinen ersten Blog. Der mittlerweile verstorbene Paul, hat ihn mir auf meiner Job-Homepage versteckt. Die, die es wussten, konnten dort klicken und das Blogfenster öffnete sich.
Damals lebten wir auf einem Schiff in allerlei Gegenden von Deutschland und Frankreich.
joplin
Zumeist lebten wir in Frankreich, immer auf dem Schiff, und ich fuhr meine Jobtermine mit dem Auto, das mir in Südfrankreich die Araber eines französischen Nazidorfes zerschlugen. Ich fuhr die Job-Termine auch mit dem Zug an und flog… immer über Paris.
In diesen Zeiten fand ich Rundmails an die Daheimgebliebenen Freunde und Familie irgendwie blöd… und so fanden wir eben die Möglichkeit eines Blogs, auf der HP versteckt.
Irgendwann, wir waren schon wieder mit Wohnung in Deutschland sesshaft, es war zu den Zeiten des ersten Blogs von Else Buschheuer, würde mir die Sache mit dem versteckten Link auf der HP zu heiß. Es kam zum ersten Blog, ich weiß gar nicht mehr wo.
Wir zerstritten und trennten uns, ich wechselte den Bloganbieter und natürlich fand Paule den neuen Blog auch. Die Blogzeit war eine des Mitteilens, an die die man mag und kennt und an die Fremden, die Freude am Lesen hatten. Bloganbieter wurden gewechselt, man war noch Teil der Avantgarde.
Das Mitteilen erzeugte die Freude am Schreiben an sich. Erneute Bloganbieterwechsel. Und irgendwann bin ich hier auf twoday gelandet. Die Freude am Mitteilen war längst geteilt von der Freude am Fabulieren. Unvergessen (zumindest für mich), als Svashtara zu diversen Schreibprojekten aufrief. Zum Beispiel zu dem Schreibprojekt „in 30 Tagen um die Welt“. Eigentlich schade, dass sich keiner fand, sich der Mühe einer Herausgeberschaft zu unterziehen.
Die Freude am Fabulieren und am Schreiben, ließ die alte Blogidee, nämlich sich mit-zu-teilen…. Irgendwie in den Hintergrund treten. Das „Befindlichkeitsbloggen“ wurde herabgemindert, zugunsten halbliterarischer Ergüsse. Heute hat ja fast jeder Blogger eine Mission. Entweder er will Schriftsteller werden, oder aber die Welt kommentieren, oder aber sonst etwas Relevantes hinterlassen. Ich darf das sagen, denn ich bin ja auch nicht besser.
Aber just heute Abend habe ich beschlossen, nach dem Lesen meiner letzten Einträge, wieder zum Befindlichkeitsbloggen zurückzukehren und dieses zu mögen und für gut zu halten.
Vermutlich liegen meine Gedanken eh nur an der Maske, die ich mir zwecks Verjüngerung oder Erhaltung aufs Gesicht legte. Sie spannt. Ich geh sie abziehen und bleibe die, die ich bin und war und werde.

Samstag, 22. Oktober 2011

ich hab einen lauf....

... wie mir scheint.
denn ich war ja eh schon vorgewarnt, aufgrund der letzten vorkommnisse und bin also vor allem froh, dass ich wieder gelandet bin.
denn tatsächlich verhält es sich so, dass sich der abendliche fliegerstart im maindörfli natürlich um zwei stunden verzögert hat, da morgendlich irgendeine landeleitelektrizität ausgefallen war. angeblich war sie abends behoben und wir mussten nur aus flugstaugründen zwei stunden später als geplant, starten. auch fiel im flieger die bordbeleuchtung aus... und nein... ich übertreibe nicht... auch das röhrende geräusch, eine ganze stunde lang, ist keine erfindung, um den blog lustig zu halten.
aber... fliegen halte ich ja eh für ein wunder.... und nicht für ein rein technisches thema. umso mehr habe ich mich also gestern abend, nach dem besagten "lauf" gefreut, tatsächlich lebend in hamburg zu landen.
"ich hab's hinter mir"-denkend, landete ich optimistisch also heute am hamburger flughafen, nur um baldigst zu erfahren, dass im maindörfli heute früh solcher nebel geherrscht hatte, dass sie .... na sie wissen es schon.... den ganzen tag den stau vor sich her schoben.
zudem war früh morgens die kanzlerin im maindörfli, um die neue flugbahn einzuweihen und zu belobigen, was dem nebel vermutlich eher zuträglich gewesen ist.
unnötig zu erwähnen, dass ich also auch heute aus hamburg mit zweieinhalb stunden verspätung endlich wieder gen maindörfli aufbrechen durfte.
ich weiß gar nicht, warum die ganze republik auf die bahn schimpft.
hätte ich sie genommen, die bahn, hätte ich weniger rumhängen müssen und wäre auch früher angekommen. im übrigen wäre ich dann auch ausgeschlafen gewesen.
so ein zug hat ja auch ein speiseabteil.
die lufthansa hingegen verteilt abends auf den inlandsflügen nur noch m+lka tender .... was extrem blöd ist, denn ich mag keine süssigkeiten.
na wurscht...
jetzt ist wochenende, also kann ich auch die autoreparatur nicht klären.
da ich am wochenende auch arbeiten darf und montag eh wieder workshoppe.... muss das arme fräulein noch bis montag abend beim pflegefrauchen aushalten.
ich geh dann ins bett, vergehe vor sehnsucht und sehne mich nach erlösung aus diesem ruinenalptraum.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Als ich noch Zeit zum Lesen hatte…

früher…., da habe ich nicht nur den Ecco verspeist, anstatt für meine Diplomprüfungen zu lesen, sondern auch den Rosendorfer.
Ein in Bozen geborener, bayrischer Richter und Professor der Literatur, der wirklich herrlich skurrile Romane schrieb. Z.B. den Ruinenbaumeister.
Später auch die „Briefe in die chinesische Vergangenheit“. Die waren auch skurril, aber schon sehr kommerziell. Im „Ruinenbaumeister“ aber startet die Geschichte in einem Zug voller Nonnen, was alleine nicht skurril ist, sondern die Bauweise der Geschichte. Aus jedem Detail ergibt sich eine neue Geschichte, die zu einer neuen Geschichte führt, die wiederum in eine neue Geschichte ausartet undsoweiter undsoweiter…. und alle Webfäden (sprich: Wehb, nicht Wäb) finden auch wieder zusammen.
Das alles, wollte ich eigentlich nicht weiter ausführen. Mir schwirrt nur der Titel im Kopf herum. Natürlich wegen der Zähne. Und auch wegen des Marders, der eine Party im Motorraum meines Autos gefeiert hat. Da hätten wir schon zwei Ruinen, deren Meisterin ich bin.
Eine weitere Ruine bin ich selbst, als ich aus dem Zug falle, in die Arme des Herrn Ro hinein, der mich tapfer auffängt, mit lecker Essen und Sekt empfängt. A Propos: Empfang. Den folgenden Abend verbringen wir bei geburtstagenden russischen Freunden. Also essen wir nicht, sondern wir fressen…. (einen fetten Frass)…, wir trinken nicht, wir saufen…. (naja… nicht so schlimm, weil ich ja eh Ruine und so)…. und weil ich so nüchtern bleibe, nerven mich die anwesenden Ruinen besonders.
Ganz besonders nervt mich die Schnepfe, die natürlich auch einen Namen hat – aber ich versuche gerade ihn aktiv zu vergessen. Sie parliert den ganzen Abend und quält mich und andere Frauen mit ihren Urlaubsfotos aus Bulgarien. Ich würde mir die Fotos ja nie angeschaut haben, wenn sie nicht legendär behauptet hätte, dass Männer sich ja nicht für Fotos interessierten. Schön für die Männer, die natürlich am Tisch mit dem Wodka sitzen blieben…. und blöd für die Frauen, die sich wie unter Hypnose vom Tisch erhoben, um sogleich am PC die Urlaubsfotos anzusehen. Ich weiß auch nicht, wie ich da mitgehen konnte. Und nach Bulgarien werde ich niemals fahren – jetzt wo ich diese Urlaubsfotos gesehen habe.
Mich wurmte das, das die Männer so lustig da sitzen konnten. Also sagte ich dem Herrn Ro… „also diese Fotooooos….. also Bulgaaaaaaaaaaaarien…. also das musst Du dir ansehen“…. und schickte den armen Mann mit der Russin sogleich ins Nebenzimmer. Ich weiß…. Ich bin ein schlechter Mensch. Aber ich war für ein paar Minuten der Frauenriege entkommen. Mit leicht schlechtem Gewissen schimpfe ich mich „Ruine“, als die Russin wieder ins Zimmer kommt und erneut das Parlieren beginnt. Sie liebe ja Orchideen (da muss ich schon gegen Brechreiz kämpfen, denn ich hasse diese Dinger, die zumeist aus Baumärkten kommen)…. und sie habe ja einen solchen Kampf damit, die ganzen Hundertschaften Maiglöckchen aus ihrem Garten zu rupfen.
Ich beschließe, dass wer Orchideen pflegt und Maiglöckchen tötet, eine noch viel größere Ruine ist, als ich. Das nervt mich derart, dass ich den armen Herrn Ro zwangsverpflichte, die Heimreise mit mir anzutreten. Ich möchte den Tisch mit russischen Maiglöckchenmörderinnen nicht weiter teilen.
Zu Hause benötige ich einen Cognac…. der mich vom Ruinenstatus auch nicht befreit. Insbesondere weil nicht nur die Zähne gemacht werden müssen, das Auto gemacht werden muss und ich noch viele Seminartage vor mir habe, sondern weil nun auch noch der Fotoapparat des Handys seinen Geist aufgibt. Ein Wunder, dass in meiner Nähe die Elektrizität noch funktioniert.

PS:..... nach all den Ruinen..... ist es nicht verwunderlich, dass heute eine weitere dazugekommen ist. Ein freundlicher Herr fuhr mir mit Karacho ins Auto. Passend zu seinem Jobprofil..... begrüßte er mich beim Aussteigen mit den Worten "so kann man sich natürlich auch kennenlernen". Ja ne klar.... ich war grad wenig humorvoll unterwegs, verstehe aber, dass der Spezialist für Dialogmarketing vermutlich immer im Job ist.
Mein armer schwarzer Mädchenjeep ist bös ramponiert... nur weil ich am Vorfahrtschild tatsächlich anhielt, um die Autos der Vorfahrtstraße vorbeizulassen.
*geht speien*
*verspricht, sich in näherer Zukunft von Freunden fernzuhalten, nicht dass ich noch ansteckend bin*

Sonntag, 9. Oktober 2011

Meine schwache Stelle ist das Fleisch....

genau genommen das Zahnfleisch.
Denn da geh ich drauf.
Die Notfallzahnärztin meint, der Kieferchirurg solle sogleich noch am Wochenende die Zyste entfernen und den Kiefer eröffnen.
Super Idee.... sage ich ihr, denn die kommende Woche warten 14 Leute auf mich, im Osten der Republik.
Nun gut, schön sehe ich nicht aus, mit der Gesichtshälfte eines Mondkalbs, aber ich geh ja nicht zum Casting.
Und überhaupt.... wenn der den Kiefer aufsäbelt, gehen ja Zähne flöten.
Und zahnlos kann ich nicht arbeiten. Nicht im direkten und nicht im übertragenen Sinne.
Ich bitte also um Antibiotika und verspreche, mich im Dezember oder Januar unters Messer zu legen. Da hätt ich etwas Zeit.
Sie schüttelt den Kopf, schaut mich an und mit ruhiger Stimme sagt sie mir, dass sowas schnell mal lebensbedrohlich werden könne.
Ich schlucke .... und auch brav die Antibiotika.
Kleinlaut rufe ich samstags Nachmittag also den Kieferchirurgen an. Der ist mehr nach meinem Geschmack und meint, solange das Mondkalb nicht weiter wächst, könne ich noch ein paar Tage warten.
Nun gut.... das Jahr ist ja nur noch ein paar Tage.
....
*geht Koffer packen*

und überhaupt....

Hunde, sind unsere Verbindung zum Paradies. Mit einem Hund an einem herrlichen Nachmittag an einem Hang zu sitzen kommt dem Garten Eden gleich, wo Nichtstun nicht Langweile war - sondern Frieden. (Milan Kundera)

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