Samstag, 4. Juli 2009

die bikinifrauen...

liegen bereits morgens um zehn am main, auf sorgfältig ausgebreitetem badehandtuch. kleine runde, große lange, manche sogar mit liege und drumherum kerle, die vorgeblich zeitungslesend, das ein oder andere auge riskieren.
jon bon jovi sitzt leibhaftig auf einer bank und liest ein buch. er tarnt sich mit sonnenbrille und schmuddeltshirt und außer mir erkennt ihn natürlich keiner.
dabei sitzt er vermutlich nur dort, weil er heute nacht bruce springsteen auf ein bier treffen will, der gerade im maindörfli die arena aufheizt.
drei jungs in unterhosen springen von der mauer des ostkais in den main und fotografieren sich dabei mit dem handy. selbst die vorbeifahrende hafenbehörde schaut lächeln zur seite und kneift die augen zu. das mainwasser läd wirklich zum baden ein. der fluss hat wieder krebse und muscheln und die ganze schwimmverbieterei hat lediglich mit den schiffen zu tun.
beim nachdenknachmittag mit dem kollegen toben zwei caramelhunde und wir plündern seinen kirschbaum. auf dem heimweg höre ich laut dröhnend peter fox und kurbel die fenster runter.
partyschiffe cruisen, das frl. hat heute keinen hasen sondern lediglich dosenfutter erwischt und nun, nächtlich geht eine laue brise. das mainufer füllt sich mit weekendvölkchen und die straße ist bereits für den sonntäglichen ironman gesperrt. das erlaubt mir schlafen bei offenem fenster, vorausgesetzt der freitagssuff der uferpeople schlägt in zwei stunden nicht allzu derbe zu. gestrig flogen die sperrgitter nachts durch die strasse, aber freundliche staatsangestellte haben sie wieder aufgestellt.
morgen hab ich frei. von protokollen und copyshop abgesehen, gehört der tag mir und dem frl. und dem bügeleisen, weil ich ja sonntag, nach dem zieleinlauf der ersten eisenmänner bereits wieder auf den zug springe.
perfect day.

Freitag, 3. Juli 2009

crazy....

drei herbe tage in schwülstem süden.
das fräulein hat ihre erste jobreise gut überstanden und während des seminars alleine im hotelzimmer ausgeharrt.
lediglich unterbrochen von einigen pullerminuten.
mein tag heute dauert jetzt schon über zwanzig stunden.
hase gesehen.
von ringelnatter erzählt bekommen.
pegnitzgespräche und hund gebadet.
fuchs das leben gerettet (durch vollbremsung)
die stadt kühlt nicht ab und nachts um zwei tummelt sich das volk am mainufer.
junge männer in jungen bmw's hören peter fox ganz laut.
müdigkeit wird mein dauerzustand.
aber schlafen kann ich noch nicht.

Samstag, 27. Juni 2009

müdigkeit

beim zwischenstop von hier nach da und da nach hier und bis heute abend kunden bespasst... jetzt ausschlafen bis montag und dann gen süden, wieder rauf, dann wieder süden, wieder rauf,
noch höher rauf und wieder runter, dann nach schräg oben links und nochmal irgendwohin und dann ist sommerpause...
jetzt erst mal in den sonntag reinschlöfen

nacht

Donnerstag, 25. Juni 2009

das kleine häschen...

dass mein hund heute zu tode schüttelte,
hätte den tag sowieso nicht überlebt....
war schon blind....
das häschen hatte einen schnelleren tod so...
und das fräulein ist glücklich
...
und dieses ballett hatte ich schon mal hier drin, kann mich aber einfach nicht satt sehen....

Mittwoch, 24. Juni 2009

Wussten Sie eigentlich, dass Vegetarier...

nicht vom Tier, sondern von Pflanzen abstammen?
Tja… zunächst braucht es dazu einen Mann, der ein Kerl wie ein Baum ist und den der Hafer sticht.
Und es braucht natürlich eine Frau, die zwar ein zartes Gewächs aber auch ein fruchtbarer Acker ist, der gut gepflügt werden will und den Samen gerne aufnimmt..
Am Anfang steht also die Fort-Pflanzung deren Ziel das Wurzelschlagen ist.
Die Menschen, die von Pflanzen abstammen sind ganz anders, als die übrigen. Zuweilen finden sich Mimosen darunter und Mauerblümchen. Interessanterweise kennt diese Spezies keine Aggressivität und so ist das übellaunigste was ein solcher Mensch werden kann schlimmstenfalls eine dornige Rose, eine Schlingpflanze oder auch dumm wie Bohnenstroh. Gelegentlich hat mal einer ein Erbsenhirn oder einen Kohlkopf, aber gut, was macht das schon? Das Maximum an Eskalation, das sie zustande bringen ist ein Wink mit dem Zaunpfahl oder auch mal ein unverblümtes Wort. All das ist ja nicht wirklich gefährlich. Erst jetzt – Jahre später – verstehe ich die Frage meines italienischen Onkels hinsichtlich meines damaligen Begleiters: „ma è un uomo o è una pianta ? („sag mal, ist das ein Mann oder eine Pflanze?“)
Die Frauen dieser Art haben zumeist einen Körper in Birnenform und sie verblühen etwas schneller als die männlichen Exemplare. Die richtig Alten sind oftmals knorrig und landen irgendwann auf dem Kompost. Zu Lebzeiten lachen sie sich gern einen Ast und mit etwas Glück haben sie Geld wie Heu, denn ohne Moos ist ja nix los.

Montag, 22. Juni 2009

Was mich gelegentlich tierisch nervt…

ist die Selbstgewissheit, mit der Menschen, die zu Tieren kein Verhältnis haben erklären, dass man seinen Hund vermenschliche.
Mal ganz im Ernst: natürlich bespreche ich mit dem Hund die für mich relevanten Jobfragen, wenn wir so durch den Wald daddeln. Das tue ich, weil mir der Hund in allen großen Lebensfragen zustimmt. Mein Hund kann kein Mensch werden und dieser Tatsache weint er auch keine Krokodilstränen nach.
So ganz vermenschlicht würde das Fräulein sich schwer bedanken, plötzlich Lesen, Schreiben und Rechnen zu müssen, fürs Futter zu arbeiten, die Steuer zu bedienen und Pleitegeier abweisen zu müssen.
Der Mensch mag sich zwar als Krone der Schöpfung begreifen, aber sicher bin ich mir da nicht….. vielmehr scheinen wir ein übles Übergangsexperiment zu sein und schon bald werden wir zu den Dinosauriern auf dem Globus gehören. Zumindest stammen wir vom Tier ab. Anders kann ich mir die Adlernase des Hausmeisters sowie die Katzenaugen meiner Nachbarin nicht erklären, und ihr Gatte ist sicherlich der Nachfahre eines bockigen Esels, während der Sohn ein Faultier ist, die Tochter aber eine wunderschöne Gazelle.
Mein italienischer Onkel findet, ich hätte einen Arsch wie ein Gaul und mein Großvater hatte das Gedächtnis eines Elefanten.
Hat man Ihnen je gesagt, dass Sie fleißig wie ein Bienchen sind? Mir nicht. Über mich sagte der weltbeste Exmann, ich flöge wie ein Schmetterling von einem Abenteuer zum nächsten. Überhaupt konnte jener wie ein wilder Stier reagieren, wenn man ihm Unrecht tat und dann fällt mir noch einer ein, der brüllen konnte wie ein Löwe und sein polnischer Helfer schlug daraufhin Haken wie ein Hase. Und auch einem echten Windhund (auf zwei Beinen) bin ich einmal aufgesessen, ich dumme Kuh.
Meine italienische Tante z.B. hat das Lachen einer Ziege die auf Blech pinkelt und meine früher beste Freundin hatte einen Giraffenhals.
Es muss auch Echsen gegeben haben unter meinen Vorfahren, denn ich kann mich wie ein Chamäleon meiner Umgebung anpassen, und zwar unabhängig davon, ob diese gerade aus dummen Gänsen, Knurrhähnen, Alphawölfen oder Brillen- oder Warteschlangen besteht.
Über Hengste und Rammler lasse ich mich hier jetzt nicht aus aber ich muss sagen, dass ich froh bin, Herrn Rosmarin nicht „Bär“ nennen zu müssen, denn brummig ist er fast nie.
Und natürlich rede ich nicht vom Vögeln wenn ich stolz bekenne, gerade keine Schlange an meiner Brust zu nähren und auch keine Laus im Pelz zu haben. Auch wenn ich zugegebenermaßen gelegentlich die Flöhe husten höre.
Wenn wir also dem Tierreich so nahe sind, was soll also der Quatsch mit dem Vermenschlichen?
Eigentlich wollte ich nur sagen, dass ich mich grad pudelwohl fühle.

Sonntag, 21. Juni 2009

und morgen....

da gehen er und ich zum traualtartüv und lassen unsere beziehung legalisieren.
dann kommen seine gelben pimperln ab und er kriegt ordentliche nummernschilder und ein grünes plaketterl....(hoffe ich).
auch berufsbedingt habe ich jetzt meinen hafen wieder ins maindörfli verlegt, denn in den nächsten vier wochen geht es vorwiegend in den süden der republik und der angenehme nebeneffekt ist: hier weht ein deutlich wärmeres lüftchen, das himmelchen ist etwas farbiger und vor allem habe ich wasser vor dem fenster.
das ist lebenswichtig für mich.
das fräulein glänzt mit püpsen so lang wie marathonstrecken und hat dünnpfiff, irgendein teich in schilda war schlecht.
das nächste wochenende darf ich in der uni verbringen und am übernächsten wochenende läuft endlich wieder mein ganz privates jahreshighlight: der ironman.
davor und dazwischen und danach gehts nach schwarzwald und wiesbaden und gießen und hunsrück und in den 25. stock meines mietbüros.
ich bin gespannt, ob mich die krise nächstes jahr auch erwischt und überlege schon neue berufsformen für den fall der fälle.
z.b. dachte ich, ich könnte galeristin für zufallsfunde werden, oder aber auch vogelhausarchitektin.
zwischendrin halte ich mir die ohren zu, wenn ich in frodos armen nachrichten höre und pfeif mir ein lied, aber ich bin nicht laut genug.
z.b. frage ich mich,
was frau merkel eigentlich denken und sagen würde, wenn im kommenden herbst, nach ihrer anzunehmenden wiederwahl...
in berlin plötzlich fünfzigtausend leute lautstark protestieren.
fünzigtausend, die sie des wahlbetrugs anklagen, die nach freiheit und anderen vergünstigungen rufen, die gelegentlich ein polizeimotorrad in brand stecken und die auf eine echte wende hin demonstrieren wollen, bis fast zum allerletzten.
vermutlich wird sie lächeln und versuchen das volk zu beruhigen und wenn es nach vielen tagen allzu turbulent und qualmig wird, wird sie verschiedene truppen losschicken, die diesem illegalen treiben ein ende bereiten sollen.
die fünfzigtausend könnten anschwellen auf hunderttausend, die mit piratenmützen für die freiheit des surfens eintreten und ein paar gelbe kämen hinzu, die für die freiheit der wirtschaft skandieren und ein paar rote kämen hinzu, die für ein gutes grundgehalt für alle skandieren.
spätestens wenn es dann die ersten, versehentlichen toten gäbe, könnte sich ebenso herr ahmadinedschad zu wort melden und sie daran erinnern, dass es doch versammlungsrecht für alle gäbe, in unserem staat und er könnte die kanzlerin daran erinnern, dass sie doch bitte nicht so streng gegen freie meinungsäußerung vorgehen solle.
das ist natürlich etwas ganz anderes.
gell?

Samstag, 20. Juni 2009

der Neue....

ist ein junger und er sieht verdammt gut aus.
Zart umfängt er mich und wir gehen durch dick und dünn.
Selbst das Fräulein Hund läuft schon grinsend und schwanzwedelnd auf ihn zu, wenn ich seinen Namen nenne.
Nun gut, er ist ganz schön verfressen, aber das sei ihm gegönnt.... wo wir soviel auf ihm abladen.
Für Herbst haben wir schon wilde Pläne.

und überhaupt....

Hunde, sind unsere Verbindung zum Paradies. Mit einem Hund an einem herrlichen Nachmittag an einem Hang zu sitzen kommt dem Garten Eden gleich, wo Nichtstun nicht Langweile war - sondern Frieden. (Milan Kundera) Yahoo! Avatare

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