Dienstag, 15. Mai 2012

compagnero....

Ein Reisender war er und ein treues Herz aus purem Gold. Aus Andalusien ist er direkt in die Arme meiner Freundin Rubia gestürzt und hat sich mit ihr verbrüdert.
Vor vielen Jahren sah ich sie am Main miteinander spazieren, Aug in Aug. Ich lernte ihn und sie kennen, wir tauschten unendlich viele Kochrezepte und Geschichten aus, blieben über viele Jahre hinweg verbunden, egal wo die beiden gerade ihre Zelte aufschlugen.
Keinen Tag hat er sie aus den Augen gelassen, ist mit ihr durch dick und dünn und durchs Leben gegondelt. Sein Blick war weise und lustig, seine Bewegungen federnd, seine Loyalität unbegrenzt....
Und im letzten Jahr haben sich die Dinge dann umgedreht, als er schwer erkrankte. Rubia blieb zu Hause und pflegte ihn unermüdlich. Tag und Nacht stand sie für ihn parat, half ihm aus den schweren Hirnkrämpfen und liess ihn keine Sekunde aus den Augen.
In ihren Armen hat sie ihn heute morgen dem Universum zurück gegeben.

hugos-engel

ugolito, mi corazon, mi tesoro.... la vida es triste sin ti.
Die Lücke, die Du hinterlässt, wird sich nicht schliessen. Normalerweise würde mich trösten, dass Du in einem Meer aus Liebe badest und durch ein Paradies tollst..... aber Du bist und warst anders. Du wirst an der Seite von Rubia bleiben, um sie herumflattern, sanft auf ihrer Schulter sitzen.... bis ihr wieder zusammen seid.

Montag, 14. Mai 2012

mal was anderes....

.... eine nette form des präsentierens....

Samstag, 12. Mai 2012

fressen, angefresen sein, auffressen, gefressen werden...

so gesehen, müsste ich blogtechnisch und lebenstechnisch pausieren.
für mich ist die lustige blogzeit gerade beendet, unterbrochen, leergelaufen. vorbei die lustige zeit, als schreibprojekte wie svashtaras "in 30 tagen um die welt" die blogwelt belustigten, beschäftigen und in atem hielten. aber das ist viele jahre her.
die jahre sind weiter gelaufen. eigentlich ganz gut. gelegentlich sogar sehr gut.
dazwischen sind mir blöde einfälle gekommen, skurrile paargeschichten undsoweiter undsoweiter.
aus blogbekanntschaften wurden echte freundschaften. sind es nach wie vor.
und doch.... haben mich die letzten monate eigentlich mit zuviel endlichkeit konfrontiert.
paule starb, ines starb, ihre hündin starb und khalid starb.
ich singe ja immer gern das lied der überlebenden. weil wir alle sind ja die überlebenden.
und doch wissen wir jeden morgen überhaupt nicht, wie sehr wir überlebende sind. eine sekunde zu spät aufgestanden, die falsche ampel erwischt ...und schon wären wir nicht überlebend.
einen lustigen abend, tollen kerl kennengelernt, lustvoll in der kiste gelandet und alles gut gegangen. keine ahnung davon, wie sehr wir grad.... von der besagten schippe gesprungen sind.
überleben ist was feines.
und vermutlich haben wir jeden tag mehr glück als verstand. fast so.... als wähnten wir uns noch im paradies unschuldigen vergessens.
in den monaten des sterbens sind auch drei kinder geboren worden. ein glück, ein segen.
jedes so schön wie das andere. und so selig.
nur eines..... die tochter meiner freundin vera.... das ahnt noch nicht.... wie dünn der faden ist, an dem ihre mutter hängt.
vera ist die tochter eines vulkans. herausgesprüht und verglüht so früh.... und wieder herausgesprüht und immer so weiter. so viele verbrennungen in diesem leben ausgehalten und überwunden.
und langsam.... über so viele jahre.... ist der vulkan in sie hineingewachsen und verglüht sie innerlich.
ich habe mich immer gefragt, wie sie diesen vulkan überleben konnte.
und nun, nachdem sie das leben aus ihrem leib herausgetrotzt hat, da verglüht sie langsam, wo sie doch endlich leben will.
und nun..... finde ich mich auf der intensivstation wieder, in einer anderen stadt, ihrer freundin in die augen schauend, ihre tochter in den armen haltend. und kaum bin ich dem heimwärtszug entsprungen, da kämpft sie wie so viele nächte um ihr leben. die atmung gibt jede nacht auf. mehrmals. und jeden morgen freuen wir uns..... dass es nochmals gut gegangen ist.
die ärzte kämpfen..... ahnungslos, wie sie dieses innere inferno aus drei verschiedenen autoimmunerkrankungen verlangsamen können. von "stoppen" reden sie gar nicht.
und ich.... ich bin wieder am beten. drum hab ich keine zeit zum bloggen, keine zeit und idee für lustige, skurrile geschichten. ich bete einfach nur dagegen an.


Dienstag, 8. Mai 2012

lange nix gehört....

bzw. gelesen.... von mir.
wird aber mal wieder Zeit.
Dass das Leben unter Umständen kurz ist, kürzer als man glaubt und eh viel zu kurz….. das habe ich in den letzten Wochen ja mehrfach abgesondert.
Seitdem bin ich etwas sonderbar geworden. Und schweigsam. Mir ist das tipselnde Geplauder ein bisserl vergangen. Aber glücklicherweise habe ich einen Hund und glücklicherweise hat mich das Universum nicht nur mit ehrlicher Trauer gesegnet, sondern auch mit der nötigen Wutkompetenz.
Daher möchte ich meine Worte an die Naturliebhaber wenden. Z.B. die Radfahrer im Maindörfli, die mit 30 Sachen über die Bürgersteige preschen und wüste Beschimpfungen ausstossen, wenn man nicht schnell genug zur Seite springt. Heee…. Es könnte ja auch ein Kleinkind und künftiger Rentenzahler sein…. Geht’s noch???
Oder die schon lange fälligen Worte an die Mitmenschen, mit denen ich gerne den Wald teile:
Liebe Jogger, Walker, Wanderer….
wir teilen uns den Wald. Also Ihr…. und wir… also die Leute mit Hund. Jene, also die Hunde, hängen in der Regel an der Leine…. denn es ist Brut- und Setzzeit. Andere Hunde, so wie meiner, hängen immer an der Leine, weil sie Rehe und Hasen für essbar halten und sich von Verboten absolut nicht abhalten lassen. Ihre gute Nase jedoch hält auch Eure Scheisse für essbar. Sorry, wenn ich das so deutlich sage, aber es nervt mich unendlich. Wenn Ihr, so wie die naturliebenden mountainbiker, an uns vorbeirast…. lassen wir die Hunde brav im Seitengraben absitzen. Nicht, dass da noch jemand ein Danke erwartet. Ihr seid ja ausser Puste. Eh klar. Aber… jetzt mal ehrlich….: müsst Ihr Euch immer und überall erleichtern????
Ich meine, so ein Hund hält ja nicht nur Rehe und Hasen für essbar, sondern Eure Hinterlassenschaften sind eine wahre Köstlichkeit für so einen Hund. Der stürzt sich da sofort wälzend rein oder fressend drauf – auch an der Leine.
Habt Ihr kein Klo zu Hause???? Nun gut…. soviel Sport bringt auch den Darm offenbar in Gang… aber kann man das nicht anders lösen?
Oft entdecke ich Eure Hinterlassenschaften schon vor dem Hund. Meine Augen scannen den Waldboden auf verwickelte Tempotaschentücher ab. Die bringt Ihr offenbar schon in weiser Voraussicht mit.
Also wir Hundebesitzer sind da zu einer anderen Lösung genötigt worden. Wir zahlen nämlich um die 70 Euro für ein nicht aufgesammeltes Häufchen. Dafür stellen die Gemeinden kostenlos Behälter mit Hundetüten zur Verfügung. Wir können uns also nicht herausreden, falls wir mal eine Hinterlassenschaft nicht aufsammeln, denn Tüten gibt’s für lau.
Ich persönlich hätte überhaupt kein Problem damit, wenn Ihr Euch aus diesen Behältern bedient. Ihr könntet die Tempos und Eure Hinterlassenschaften damit einsammeln … für lau…. und ich z.b. müsste nicht den Hund duschen oder ihn stundenlang von mir fern halten, weil er übelst nach Eurer Scheisse stinkt (sei es aus Maul oder Fell). Ich denke, was für einen zivilisierten Hund zu gelten hat, könnte Euch vielleicht ein Vorbild sein????


gruen

Freitag, 27. April 2012

Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral (nach Böll)

...


drum mach ich heute nix

Mittwoch, 25. April 2012

Der Herr Josef sagt, wir sollten wieder lernen, den Blick auf etwas ruhen zu lassen, anders

können wir es nicht begreifen.
Genau das versuche ich jetzt seit einigen Tagen. Drum bleib ich am Thema der letzten Wochen. Auch weil es einfach kein Ende nimmt. Und dennoch ist dies das vorletzte letzte Kapitel zum Thema, das ich für einige Zeit schreiben werde.
Deine Familie, liebe Ines, bestand aus 2 + 2+ 3 +x. Ihr wart zwei Menschen (einer mit roten Haaren, einer mit schwarzweißen Haaren), zwei Windhunden (einer mit roten Haaren, einer mit schwarzweißen Haaren), drei ganz engen Menschen: dem Sohn, dem Exmann, der engsten Freundin und Frau Deines Exmannes, und den vielen x, von denen ich eine war und bin.
Wir alle sind Deinen Weg mit dem erneuten Krebs sehr bewusst mitgegangen bis zum Schluss. Auf Wunder hoffend, widerständig, traurig, und lustig dagegen ankämpfend. Als wir Dich, die rothaarige Rote am Sterbebett beweinten und verabschiedeten, wussten wir nicht, um das was mit der anderen Rothaarigen seit langem geschah.
Was nun sicher kein Mensch verstehen kann, ist der Schock, der uns übrig Gebliebenen am letzten Samstag traf: In genau der Stunde, in der im hohen Norden, sich Deine Asche mit dem Meer verband, verstarb Deine rothaarige Windhündin in den Armen der Nachbarin. Der unentdeckte Milzkrebs hat sie zeitgleich mit Dir, die große Reise antreten lassen.
Der Rest ist Weinen, Lücke, Schmerz.

Samstag, 21. April 2012

Khalid...

...Du warst ein frankfurter Nachtgesicht. So in der Zeit, als ich zwischen 14 und 18 war. In allen wirklich wilden Diskotheken warst Du damals in den siebzigern und achtzigern, entweder Türsteher oder DJ oder Dealer. In welcher Funktion auch immer, bist Du nicht eine einzige Nacht ohne Frau nach Hause gegangen. Damals als ich vierzehn war, da warst Du 24 und sehr cool.
Vor fünfzehn Jahren, da habe ich eine Weile gebraucht, bis ich dieses unbestimmte Gefühl, Dich von irgendwoher zu kennen, einordnen konnte. Du hattest nicht mehr diesen coolen secondHand-Laden, sondern einen wirklich coolen marokkanischen Möbelladen. Ich lebte mit Paule in vielen hundert Atlbauquadratmetern über Deinem Laden. Samstags haben wir bei dir auf golddruchwirkten Sofas gesessen, Pfefferminztee getrunken, Kacheln, Teppiche und Tadelaktproben bewundert, an Räuchersteinen geschnuppert, mit Deinem Sohn Omar gespielt und die Köstlichkeiten aus der Tajine Deiner Frau Naima genossen.
Ich sprach Dich auf Dein frankfurter Nachtgesicht an und Du hast milde gelächelt, Naima an Dich gezogen und uns folgendes erzählt: Als Du etwas über 30 warst, hat Deine Familie Dich heim nach Marokko beordert. Sie haben mit Dir ein bisschen geschimpft, ob Deines unsteten Lebenswandels. Dann haben sie Dir Deine Cousine Naima vorgestellt und Dir erklärt, dass Du sie heiraten würdest, und zwar ganz unabhängig von Deiner Meinung zu diesem Thema.
Naima fandest Du wunderschön und lustig. Du hast getan, was man von Dir erwartet, hast sie mit nach Frankfurt genommen, nochmal geheiratet und sie auf die Uni geschickt. Innerhalb kürzester Zeit hat Naima Deutsch gelernt, Dir einen Sohn geboren, und Informatik studiert.
Dein Sohn, der kleine Knirps, der immer im Laden spielte ist heute schon sechzehn und ein großer, schöner Kerl geworden. Er hält seine Mutter Naima im Arm, die nicht verstehen kann, wieso Du beim Joggen einfach tot umgefallen bist.
Ich versteh’s auch nicht.
khalid
....
ps.... der name ist wie immer falsch... das foto... ja das bist du.... verschwunden

Dienstag, 17. April 2012

totally exhausted....

and after vielerlei nachtschichten... i am at the border to a really big nervenzusammenbruch.
i've read so much research... on a specific topic
und niemals will i get this in a 20 minutenvortrag.
my english coach thinks.... that i will not fail ...aufgrund meiner english language... but may be... aufgrund meines hirns, das in viel zu kurzer zeit...wants to point out... viel zu much content.
niemals zuvor habe ich soviele präsis zu ein und demselben thema angefangen. herausgekommen ist kein extrakt ... but a big chaos.... which is not a picture of my brain... but a good picture of my motivation.
tief durchatmen.
es hängt nix davon ab.... außer möglicherweise ... much.
oooooom.... tief durchatmen.

und überhaupt....

Hunde, sind unsere Verbindung zum Paradies. Mit einem Hund an einem herrlichen Nachmittag an einem Hang zu sitzen kommt dem Garten Eden gleich, wo Nichtstun nicht Langweile war - sondern Frieden. (Milan Kundera) Yahoo! Avatare

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